[b]Uwe Hünemeier (36 benotete Einsätze/Note: 2,77): [/b]

BVB II: Die Spieler in der Einzelkritik zur Saison 2007/2008

Hünemeier Leader und Dauerbrenner

tt
10. Juni 2008, 08:25 Uhr

[b]Uwe Hünemeier (36 benotete Einsätze/Note: 2,77): [/b]

BVB-Dauerbrenner, Führungs-Figur und wichtiger Eckpfeiler. Hielt die Deckung in der Vielzahl der Spiele zusammen. Patzer, wie beim 0:4 in Düsseldorf, als er den Ball an der Mittellinie verbaselte, waren die Ausnahme.
Marcel Höttecke (30/2,63): Der Schluss war für ihn alles andere als glücklich. In Braunschweig zog sich der Keeper einen Innenbandriss zu und musste vorzeitig vom Platz. Über die gesamte Spielzeit konstantester Borusse. Aufgrund seiner positiven Entwicklung zwischendurch bei den Profis dabei.
Nico Hillenbrand (31/3,13): Auf der rechten Abwehrseite absoluter Stammspieler. Im letzten Saisonspiel probeweise ins Mittelfeld vorgeschoben. Stark bei Flanken, die aus vollem Lauf scharf in die Mitte segelten. Sehr bissig im Zweikampf, allerdings zwischenzeitlich mit abgesackter Formkurve.
Sahr Senesie (28/3,32): Mit acht Toren bester Scorer bei den Borussen. Hatte keine einfache Saison, zwischenzeitlich durch Verletzungen oder Krankheit zurückgeworfen, aber immer ehrgeizig und wichtig für die junge Truppe. Brachte sich defensiv gut ein, was an sich kaum Anerkennung fand, weil er von vielen als reiner Knipser betrachtet wird.
Patrick Njambe (25/3,08): Pendelte zwischen Verteidiger-Posten und defensivem Mittelfeld, wobei ihm die erste Variante deutlich besser auf den Leib geschnitten ist. Seine Beherrschung in der "zweiten Etage" suchte in der Liga ihresgleichen. Was er verbessern muss, ist das Verhalten im Strafraum. Verursachte in Emden und Braunschweig unnötige Strafstöße.
Christian Eggert (25/3,44): Licht und Schatten wechselten sich bei ihm ab. Für die Defensiv-Ackerei unverzichtbar, aber im Aufbau häufig mit überhasteten Aktionen, die gute Ideen zunichte machten.
Christopher Nöthe (24/3,29): Sein Doppelpack in Lübeck war das letzte Highlight auf der Zielgeraden. In vielen Spielen unglücklich, zwischenzeitlich wegen einer Schulterverletzung außer Gefecht.
Yasin Öztekin (24/3,37): Nur ein Treffer taucht in seiner Statistik auf - für einen offensiven Wirbelwind kein Ruhmesblatt. Insgesamt sehr dynamisch, mit großem Radius, aber sobald er sich dem 16er näherte, machten die Nerven einen Strich durch die Rechnung.
Marcel Großkreutz (22/3,09): Allzweckwaffe im Mittelfeld. Mal defensiv, in einigen Fällen auch als Ankurbler eingesetzt. Erzielte das erste Saisontor für die Borussen beim 1:1 gegen Rot-Weiß Erfurt. Zwischenzeitlich auch ganz draußen, weil Profis wie Kehl oder Kruska den Vorzug erhielten.
Sebastian Hille (21/3,33): Der Sprung von der Oberliga in die dritte Klasse meisterte er vielversprechend. Viel Dynamik auf der Außenbahn, mit vier Toren eine passable Abschluss-Quote. Zu Beginn zeigte er einige Male Nerven, wurde aber von Woche zu Woche stärker.
Lars Ricken (20/3,00): Dortmunds Dreh- und Angelpunkt fand nie zu seinem gewohnten Rhythmus, weil er permanent durch Verletzungen zurückgeworfen wurde. Wenn er dabei war, wichtig als Tempo-Macher oder souveräner Spiel-Beruhiger.
Markus Brzenska (20/3,16): "Brenner" gab dem Defensiv-Bereich halt, kam meistens im Mittelfeld als Abfangjäger zum Einsatz. Bei Standards oft vorne zu finden.
Marcel Schmelzer (19/3,37): War die Entdeckung der Rückrunde. Nachdem Mehmet Akgün den Verein wechselte, schlug "Schmelles" Stunde. Defensiv zwar mit dem einen oder anderen Wackler, aber aufgrund seiner frechen Vorstöße durchaus positive Erscheinung.
Denis Omerbegovic (19/3,74): Der ehemalige Ahlener lieferte beim 1:2 gegen Wolfsburg ein Bild mit Symbolcharakter ab: Drei Chancen, kein Tor. Schnell, trickreich, einsatzfreudig, aber vor dem Kasten mit zu vielen Fahrkarten.
Mehmet Akgün (15/2,86): Absoluter Leistungsträger, verließ den BVB Richtung Willem II nach Holland. Ist also auf- und nicht abgestiegen.
Martin Amedick (10/2,70): Wenn er unten zum Einsatz kam, dann war er durchaus eine Stütze. In der Verteidigung aufgrund seiner Zweikampfstärke und dem guten Timing bei hohen Bällen eine Bereicherung.
David Vrzogic (8/3,75): Die Regionalliga war eindeutig eine Nummer zu groß für ihn. Kaum Durchsetzungs-Vermögen. Blühte danach aber in der A-Jugend auf.
Daniel Gordon (8/4,25): Erst schmerzlich vermisst, weil er lange verletzt war und dann "oben" spielte. Danach jenseits von Gut und Böse. Trainer Schneider monierte zum Teil "körperloses Spiel", was dem Ernst der Lage überhaupt nicht gerecht wurde.
Sebastian Tyrala (7/3,57): Eigentlich offensiv ausgerichtet, doch zum Finale in Braunschweig als Abwehrspieler ins kalte Wasser geworfen und für "ordentlich" befunden. In Sachen Durchsetzungsvermögen stark verbesserungswürdig.
Christian Beer (6/2,83): Der Youngster enttäuschte zwischen den Pfosten keineswegs, aber im Vergleich zu Höttecke merkt man ihm deutlich an, dass in Sachen Strafraum-Beherrschung und verbalem Eingreifen noch einiges fehlt.
Michael Oscislawski (6/3,33): Eine höhere Einsatzzahl kam nicht zustande, weil der Transport von engagierter Trainingsleistung in die Spiele zu selten klappte. Von der Veranlagung hätte er mehr erreichen können.
Folgende Spieler kam nur zu sporadischen Einsätzen: Marco Rummenigge (4/3,75), Marc-André Kruska (3/3,00), Mehmet Boztepe (2/3,50), Fabian Buttgereit (2/3,50), Sebastian Kehl (2/2,50), Giovanni Federico (1/3,00).

Autor: tt

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