Nach dem 1:3 in Mönchengladbach hat Werder Bremen in der Champions League die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Der Gegner ist allerdings ein mächtiges Kaliber: Die Hanseaten sind heute bei Inter Mailand zu Gast.

Inter wartet auf angeschlagene Bremer

14. September 2004, 08:54 Uhr

Nach dem 1:3 in Mönchengladbach hat Werder Bremen in der Champions League die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Der Gegner ist allerdings ein mächtiges Kaliber: Die Hanseaten sind heute bei Inter Mailand zu Gast.

Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ist Werder Bremen auf Dienstreise nach Mailand. Nach zwei Bundesliga-Niederlagen in Folge droht dem deutschen Meister bei Inter Mailand heute (20.45 Uhr/live bei Premiere) ein weiterer sportlicher Nackenschlag. Nichts spricht für einen Erfolg der Hanseaten im Giuseppe-Meazza-Stadion, vielleicht das Einzige, was für die Bremer spricht.

Baumann "will gewinnen"

Immerhin sieht Kapitän Frank Baumann eine kleine Chance, die sportliche Talfahrt beim ehemaligen Europapokalsieger zu stoppen. "Ich bin nach Mailand gefahren, um zu gewinnen. Inter kommt zur rechten Zeit, an einem guten Ergebnis können wir uns hochziehen", sagte der Nationalspieler, der darauf spekuliert, dass auch bei den Italienern noch nicht alles rund laufen wird. Zumindest kam der 13-malige nationale Champion zum Saisonauftakt in der Serie A am vergangenen Samstag bei Chievo Verona nicht über ein 2:2 hinaus.

Damit den Norddeutschen in San Siro ein ähnliches Resultat gelingt, dürfte Werder-Trainer Thomas Schaaf seinen Angriff umbesetzen. Neben dem gesetzten Ivan Klasnic wird wohl in der lombardischen Metropole Nelson Valdez von Beginn an auf Torejagd gehen. Der Stürmer aus Paraguay war bei der 1:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach Torschütze und Lichtblick zugleich und sollte den formschwachen Miroslav Klose auf die Reservebank verdrängen.

Valdez fordert Platz in der Startelf

Der Südamerikaner hat sich lange Zeit zurückgehalten, nun macht er sich für einen Einsatz von Beginn an stark: "Wenn ich nicht bald von Beginn an spiele, verstehe ich den Fußball nicht mehr." Verstanden aber hat der 20-Jährige ganz klar, dass sich die Bremer am Dienstag erheblich steigern müssen, um bei Inter bestehen zu können: "Sonst kriegen wir in zehn Minuten drei Tore."

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