Heute, Donnerstag, brechen die Borussen Richtung Lübeck auf, wo am Freitag Abend das wichtige Regionalliga-Spiel ansteht.

BVB II: Erst Lübeck-Pflicht, dann Berlin-Highlight

Horror-Vision verboten

tt
17. April 2008, 18:46 Uhr

Heute, Donnerstag, brechen die Borussen Richtung Lübeck auf, wo am Freitag Abend das wichtige Regionalliga-Spiel ansteht.

Anschließend wird erneut in der Hansestadt übernachtet, Samstag Morgen geht die Reise weiter nach Berlin, um beim Pokal-Finale der BVB-Profis gegen den scheinbar übermächtigen FC Bayern München kräftig die Tribünen-Daumen zu drücken. "Bei mir ist jetzt von einer Pokal-Euphorie überhaupt nichts zu spüren. Vielleicht kommt die, wenn wir unsere Hürde in Lübeck gemeistert haben. Ohne Erfolgserlebnis im Rücken wäre die Tour eine Horror-Vision für uns", konzentriert sich Dortmunds Coach Theo Schneider zunächst voll auf die 90 Minuten an der altehrwürdigen Lohmühle, die wahrlich schon bessere Zeiten erlebt hat.

Doch auch für das schwarz-gelbe Ensemble gab es im Saison-Verlauf schon erfolgreichere Phasen. Schneider: "In den ersten sechs Spielen waren wir sieglos, danach kam eine richtig gute Phase. Jetzt befinden wir uns nach zwei Niederlagen in einer heiklen Situation, aber wir dürfen nicht selbst zweifeln."

Der Linienchef rechnet hoch: "Wenn wir von sieben ausstehenden Partien vier für uns entscheiden, dann sieht es für die dritte Bundesliga sicherlich gut aus. Groß planen kann man ohnehin nicht, dazu hängt alles zu dicht zusammen." Dortmunds Kernproblem ist in dieser Serie das Fehlen von mehreren erfahrenen Kräften. Schneider: "Eigentlich dürfen wir als Reserve-Team drei Leute über 23 Jahren einsetzen. Davon ist aber fast keiner da."

Lars Ricken, momentan am Oberschenkel verletzt, kam das ganze Jahr noch nicht in seinen Rhythmus. Sebastian Hille, der sich nach Start-Problemen prima ins Team gespielt hatte, fällt bis zum Saisonende aus. "Sahr Senesie wurde in den vergangenen Monaten auch immer wieder zurückgeworfen, er kommt einfach nicht so ins Spiel, wie es sein müsste. Ich erwarte von ihm entscheidende Sachen, diese Ansprüche muss ich an einen Führungsspieler stellen", sagt Schneider.

Einzig Uwe Hünemeier und Torwart Marcel Höttecke scheinen in der Lage, über das Jahr hinweg konstant zu agieren. Nicht verwunderlich, dass "Hüne" beim VfL Bochum gehandelt wird. Schneider: "So, wie Uwe bei uns auftritt und organisiert, ist das wirklich keine Überraschung, dass er bei anderen Vereinen auf dem Zettel steht."

Autor: tt

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