Den vakanten Trainerposten, den Helge Martin mit seinem Rücktritt hinterließ, hat der SV Herbede neu besetzt. In den letzten neun Saisonspielen werden der bisherige

Herbede: Felgentreu und Hartwig übernehmen

"Alibi weg, nun Zugzwang"

tr
04. April 2008, 22:24 Uhr

Den vakanten Trainerposten, den Helge Martin mit seinem Rücktritt hinterließ, hat der SV Herbede neu besetzt. In den letzten neun Saisonspielen werden der bisherige "Co" Heiko Felgentreu und Ex-Spieler Knut Hartwig die Mannschaft führen, ehe am 1. Juli Jörg Silberbach sein Amt antreten wird.

"Wir wollen bis dahin die Verantwortung auf zwei Schultern verteilen", erklärt SVH-"Boss" Marcus Hahn, warum er sich im Abstiegskampf für eine Doppelspitze entschieden hat.[box_rsprint]

Felgentreu und Hartwig kennen sich schließlich bestens. Zusammen schaffte das Duo den Aufstieg in die Verbandsliga. Felgentreu hütete den Kasten, Hartwig organisierte das Spiel. "Wir haben uns damals schon immer ausgetauscht und festgestellt, dass wir meistens auf einer Wellenlänge funken."

Und auch Hartwig kennt den Club aus dem Eff-Eff, schließlich lernte der späteres Profi beim SVH in der E- und D-Jugend das Fußball-Ein-mal-Eins. Doch viel Kontakt werden die aktuellen Akteure nicht zum 38-Jährigen haben, denn Hartwig arbeitet beim DFB in Frankfurt. "Freitags und Sonntags will ich aber bei der Mannschaft sein", berichtet der C-Lizenzinhaber. "Nachdem ich als Spieler aus Verletzungsgründen nicht mehr zur Verfügung stehen konnte, habe ich jetzt noch mal die Möglichkeit, mich in verantwortlicher Position in meinem Heimatverein zu engagieren."

Von einer Hierarchie an der Seitenlinie will das Duo indes nichts wissen: "Wir sind ein Gespann und es ist eine Partnerschaft. Einen Chef gibt es nicht", macht Felgentreu deutlich, auch wenn er die tägliche Arbeit leistet, da Hartwig ja in Frankfurt weilt. Doch bei seiner ersten Station als echter Coach hat er auch gleich eine ordentliche Aufgabe zu bewerkstelligen. Denn der Abgang Martins verwundert. "Es sind einige Sachen unglücklich gelaufen, aber das ist jetzt egal. Das Alibi der Jungs ist nun weg und ab sofort stehen sie unter Zugzwang."

Am Sonntag bereits gegen Felgentreus Ex-Club Kornharpen. Vorwärts ist die Überraschungs-Truppe 2008. Kein Wunder, dass der ehemalige Keeper den Kontrahenten nicht auf die leichte Schulter nimmt: "Im Hinspiel habe ich Helge schon einmal vertreten, wir haben torlos gespielt", erinnert sich Felgentreu, der auf Christian Röder (Patellasehnenriss) und Dominik Kupilas (Bänderdehnung) verzichten muss: "Es war eines unserer besten Saisonspiele. Auch wenn die Voraussetzungen nun anders sind, hoffe ich auf eine ähnliche Leistung."

Autor: tr

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren