Drei Fragen an 

Hans-Günter Bruns, in Lübeck droht weiter die Insolvenz. Wie bekommen Sie das mit?

Nachgefragt: Bei H.G. Bruns, St. Lorenz, D. Krecidlo, G. Kreß

RWE-Kapitän: "Seine Ansprache trifft"

26. März 2008, 22:19 Uhr

Drei Fragen an

Hans-Günter Bruns, in Lübeck droht weiter die Insolvenz. Wie bekommen Sie das mit?

Das darf uns nicht beschäftigen. Das sind die Angelegenheiten der Lübecker, da haben wir eh keinen Einfluss drauf. Und wir machen uns auch keinen Kopf über die VfB-Vorbereitung. Ob die hier übernachten oder am Spieltag anreisen, wir schauen nur auf uns und unser Spiel.

Aber man wünscht diese Probleme keinem Konkurrenten, oder?
Natürlich nicht. Ich kann nur sagen, ich habe aus dem Hinspiel sehr positive Erinnerungen an Lübeck. Die Leute waren alle wirklich sehr nett.
Was macht Ihr Kader?
Monir Ibrahim ist gestern ins Training eingestiegen. Marcel Stiepermann erwarten wir in der kommenden Woche zurück. Wenn nichts mehr passiert, hätten wir dann erstmals den ganzen Kader im Training. Das wäre eine tolle Sache.

Drei Fragen an

Stefan Lorenz, Sie sind beim Duisburger Diplomsportlehrer und Physiotherapeuten Uwe Schwartz in Behandlung, wann sehen wir Sie wieder?
Ich habe heute einen Termin mit dem Doc, so spüre ich nichts im Oberschenkel, das merkt man aber nur bei Belastung, das ist eine üble Blessur. Für mich ist das schon ziemlich bitter, mein Arbeitsplatz ist gewissermaßen aktuell von den Kollegen abhängig, die Situation hatte ich persönlich noch nie. Allerdings habe ich zu den Jungs volles Vertrauen.

Michael Kulm sagt, die Kapitänsbinde bleibt in den Händen der Brüder Lorenz - gut so?
Ich hoffe doch, dass wir das anständig machen. Wir haben uns auch schon intensiv ausgetauscht. Er sieht doch selbst, was läuft, auch wenn man wie ich von der Tribüne noch eine ergänzende Perspektive hat. Ich bin stark eingebunden. Das finde ich auch sehr gut so. Der Coach will Offenheit, diese Chemie stimmt. Seine Ansprache trifft.
Sind Sie am Samstag als Zuschauer dabei?
Wir Verletzten haben das ja zuletzt auch als Fahrgemeinschaft gemacht. Allerdings ist das eine Schweinetour nach Thüringen. Aber mal im Ernst: Egal, welcher Gegner jetzt kommt, wir müssen es angehen. Als Spieler muss man sich auf solche Aufgaben freuen, schließlich sind das alles keine Gegner, die sich in der Klasse irgendwie weit abgesetzt haben. Ich sehe wieder das Feuer in den Augen der Kerle, das sind doch auch noch alles Kleinigkeiten. Wir müssen am letzten Spieltag die Chance haben, selbständig dafür zu sorgen, über dem Strich zu landen.

Drei Fragen an David Krecidlo

Fortunas Rechtsverteidiger David Krecidlo, am Samstag gegen Magdeburg fehlt Olivier de Cock aufgrund seiner fünften Gelben Karte. Wissen Sie schon, ob Sie für ihn zum Einsatz kommen?
Nein, ich weiß nur, dass durch die Sperre eine Lücke entstanden ist und die Möglichkeit besteht, dass ich hineinrutsche. Dafür biete ich mich im Training an und versuche voll da zu sein, wenn ich auf dem Feld stehe.
Wie schwer ist es für die Spieler in der zweiten Reihe, die momentan nur unregelmäßig zum Einsatz kommen?
Vor allem die Defensivarbeit klappt bei uns hervorragend. Nicht nur die Viererkette macht ihren Job sehr gut. Zudem sprechen die Ergebnisse für sich, der Trainer macht derzeit alles richtig. Wir müssen auf unsere Chance lauern.
Am Samstag kommt Magdeburg. Was erwarten Sie für einen Gegner?
In den vergangenen Jahren hat Magdeburg immer eine kampfstarke Truppe aufgeboten. Ich gehe davon aus, dass der FCM spielerisch nicht gerade glänzen wird, aber sie werden uns mit Sicherheit 90 Minuten lang hinterherlaufen.

Drei Frage an

WSV-Manager Georg Kreß, wie laufen die Vorbereitungen aufs Babelsberg-Match?
Wir mussten zwischendurch in die Halle ausweichen, am gestrigen Mittwoch wurde der Platz an der Oberbergischen Straße aber vom Schnee befreit. Daher gehe ich davon aus, dass das Team am Freitag fit in den Flieger steigen wird. Schließlich wollen wir den zweiten Dreier in Folge einfahren. Die können mit uns durchaus auf Augenhöhe agieren. Aber wir müssen auch noch auf Platz elf achten, auch wenn uns die Essener Niederlage am vergangenen Wochenende durchaus zugute kam.
Haben Sie im Hinterkopf, dass der Vorsprung im Falle einer Lübecker Insolvenz nur noch zwei Pünktchen betragen würde?
Man wird oft auf die Situation beim VfB angesprochen, aber ich habe mich noch nicht so sehr damit beschäftigt. Wir können es ohnehin nicht beeinflussen. Daher bleibt uns nur zu hoffen, dass Lübeck die Saison über die Bühne bekommt.
Wie schaut es personell aus?
Daniel Voigt fällt weiterhin mit Achillessehnenproblemen aus, er wird sich einem genaueren Check unterziehen. Dafür trainieren Dirk Heinzmann und Jan Hammes wieder mit der Mannschaft. Unser Trainer Wolfgang Frank kann also aus dem Vollen schöpfen.

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