Unruhige Tage liegen hinter dem KFC Uerdingen, aufregende Stunden sollen folgen – zumindest, wenn es nach dem Vorsitzenden Agissilaos Kourkoudialos geht.

KFC Uerdingen: Erst Unruhe, jetzt Aufregung

Geschäftsführer-Suche vor Abschluss – Völler kommt

gri
20. März 2008, 11:09 Uhr

Unruhige Tage liegen hinter dem KFC Uerdingen, aufregende Stunden sollen folgen – zumindest, wenn es nach dem Vorsitzenden Agissilaos Kourkoudialos geht. "Die Grotenburg wird brennen", verspricht der Funktionär vor dem heutigen Duell mit Bayer Leverkusen II (19.30 Uhr).

Er selbst ist besonders heiß. Nicht nur, weil man gegen den Spitzenreiter zum Punkten verdammt ist, sondern auch, weil er in der Jugend einst selbst für die Werkself kickte.

"Ich drücke dem Club beide Daumen, nur nicht gegen uns. Und den Aufstieg werden sie auch so packen", hofft der Unternehmer auf einen Heim-Dreier. Den wird er nicht wie bei Auswärts-Auftritten von der Bank aus verfolgen, sondern von der Tribüne aus. Und womöglich sogar gemeinsam mit Bayers Idol Rudi Völler. "Wir sind schon lange Freunde. Und bis jetzt sieht es so aus, dass er vor Ort sein wird", berichtet Kourkoudialos.

Es wird nicht seine einzige Begegnung mit dem großen Fußball sein, schließlich steht am kommenden Dienstag (19 Uhr) der Benefiz-Kick gegen Eintracht Frankfurt auf dem Programm. Gegen die Truppe von Friedhelm Funkel erhofften sich die Verantwortlichen ursprünglich mehr als die 7.500 Zuschauer, die gegen den MSV Duisburg kamen. Doch mittlerweile weicht Kourkoudialos von den ursprünglichen Zahlen ab: "Der Zeitpunkt ist angesichts der Ferien ungünstig, daher wären 5.000 Zuschauer eher ein realistisches Ziel. Wichtig ist aber, wie wir uns gegen Bayer präsentieren."

Das gilt auch für Trainer Aleks Ristic, dessen Stuhl bei einer erneuten Enttäuschung in Essen mächtig gewackelt hätte. "Beim ETB habe ich eine Mannschaft auf dem Platz gesehen. So lange das so ist, muss sich Herr Ristic keine Gedanken machen", formuliert der Vorsitzende vielsagend. Wohl wissend, dass man sich in der aktuellen Situationen keine lustlosen Auftritte mehr leisten kann.

Zumal auch die Verpflichtung eines neuen Geschäftsführers von einer gewissen Planungs-Sicherheit abhängt. "In der Verbandsliga bräuchten wir einen solchen Mann nicht", betont Kourkoudialos, der trotzdem in naher Zukunft auf einen Abschluss hofft. Sein ehrlicher Zusatz: "Dass wir so heftig gegen den Abstieg kämpfen würden, hatte ich nicht auf dem Zettel. Das macht die Suche schwieriger."

Autor: gri

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