Bevor beim SC Hassel mit dem Revierderby gegen den DSC Wanne in zwei Wochen die Meisterschaft weitergeht, sollen am

Hassel: Schlebach mag nicht wieder von vorn anfangen

Vertragsgespräche beginnen - Sadlowski wird Meister

hb
19. Februar 2008, 12:30 Uhr

Bevor beim SC Hassel mit dem Revierderby gegen den DSC Wanne in zwei Wochen die Meisterschaft weitergeht, sollen am "Lüttinghof" möglichst einige Personalentscheidungen fallen. Diese beginnen ganz oben. Bis zur Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung am 19. März und der knapp zwei Wochen später folgenden JHV des Gesamtvereins muss der Vorstand neu besetzt werden, da der erste Vorsitzende Dr. Reinhard Ellebrecht und Geschäftsführer Carsten Terboven ihren Rückzug angekündigt haben (RS berichtete). Gespräche mit willigen Kandidaten laufen derzeit, sind aber noch nicht zum Abschluss gekommen.

Daran schließt sich gleich die Trainerfrage an. Christoph Schlebach ist im dritten Jahr in Hassel tätig, dies mit wachsendem Erfolg. Seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag macht der 40-Jährige aber von der sportlichen Perspektive der Grün-Weißen abhängig. "Ich fühle mich in Hassel sehr wohl, aber ich möchte im Sommer nicht von vorn anfangen", betont Schlebach.

"Jedes Jahr wird der Etat reduziert, was dazu führt, dass viele Spieler den Verein verlassen. Vor dieser Saison waren es sieben Stammkräfte, 14 neue Leute kamen, so viel wie nie zuvor. Dieser ständige Umbruch muss aufhören", fordert der Ex-Kirchhellener. Anfragen anderer Vereine hat er erst einmal abgeblockt hat, um mit dem Hassel über eine gemeinsame Zukunft zu diskutieren. "Wir möchten gerne, dass Christoph und sein Co Frank Plewka bleiben", macht der Sportliche Leiter Rüdiger Kürschners klar.

Zu den zahlreichen Kickern in Schlebachs Team, die eine sehr erfreuliche Entwicklung hinter sich haben, zählt Felix Sadlowski. Im vergangenen Sommer von Schwarz-Weiß Essen zu den Gelsenkirchenern gekommen, kann sich der Linksverteidiger ein weiteres Jahr in Hassel gut vorstellen. "Am Anfang dachte ich, wir würden gegen den Abstieg spielen. Aber dann haben wir uns gefunden und die Kurve zeigte nach oben", berichtet Sadlowski.

"Wenn die Mannschaft zusammenbleibt, dann können wir nächstes Jahr vielleicht sogar weiter vorne mitmischen." Mit 23 Lenzen ist er schon einer der Älteren im Team und übernimmt gerne eine Führungsrolle, nachdem er beim ETB nicht über eine Ersatzrolle hinaus gekommen war. Im April will der im Chemie-Park Hüls beschäftigte Elektroniker die Meisterschule besuchen, kann dann voraussichtlich nur noch zweimal pro Woche am Training teilnehmen. Ein Grund mehr, in Hassel zu bleiben, ist der Umzug in die neue Wohnung in Resse, von der es bis zum Sportplatz nur ein Katzensprung ist.

So muss sich beim Sportclub ein Puzzleteil ins nächste einfügen, vom ersten Mann im Verein über das Trainergespann bis hin zu den Spielern. Es muss nur ein Anfang gemacht werden.

Autor: hb

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