Am gestrigen Nachmittag wurde in der Geschäftsstelle des Herne EV 2007 Klartext gesprochen. Die Fans haben sich ihr Eishockeyvergnügen in der Gysenberghalle in dieser Saison quasi selbst finanziert. Denn angesichts von, bedingt durch die Ereignisse in den Vorjahren, nur noch 50.000 Euro Sponsorengeldern, sind die Anhänger neben dem Kapital von Gesellschafter Shannon McNevan die Hauptfinanziers des Teams von Trainer Krystian Sikorski.

Eishockey Oberliga-Aufstiegsrunde: Skepsis beim HEV

Führung sieht kaum eine Chance für zweigleisige Liga

Markus Terbach
14. Februar 2008, 23:23 Uhr

Am gestrigen Nachmittag wurde in der Geschäftsstelle des Herne EV 2007 Klartext gesprochen. Die Fans haben sich ihr Eishockeyvergnügen in der Gysenberghalle in dieser Saison quasi selbst finanziert. Denn angesichts von, bedingt durch die Ereignisse in den Vorjahren, nur noch 50.000 Euro Sponsorengeldern, sind die Anhänger neben dem Kapital von Gesellschafter Shannon McNevan die Hauptfinanziers des Teams von Trainer Krystian Sikorski.

Entsprechend skeptisch sehen die Verantwortlichen auch einen Aufstieg in die Oberliga. „Das ist eine Todesliga. Das sage nicht nur ich, sondern viele Clubs aus dem Norden und Osten“, erläutert McNevan. „In einer eingleisigen Klasse wollen die nicht spielen, aber die Garantie, dass es Anfang Mai 20 Teams gibt, die in zwei Gruppen spielen, kann uns keiner geben. Ein Etat für eine zweigleisige Oberliga ist vielleicht machbar, mehr aber nicht.“

McNevan unterstrich, dass das Budget in etwa verdoppelt werden müsste und das wohl nur machbar ist, wenn in Kürze ein oder zwei Großsponsoren ihr Herz für die Crusaders entdecken.

Die Spannung in der Aufstiegsrunde zur Oberliga ist mit den Ergebnissen des vergangenen Wochenendes weiter gestiegen. NRW-Meister EHC Dortmund ließ dem 4:7 in Hügelsheim einen mitreißenden 6:2-Sieg in Düsseldorf folgen. Die gegen die Elche erfolgreichen Hornets konnten aus dem Erfolg vom Freitag aber kein Kapital schlagen, verloren das Duell der beiden Vertreter aus Baden-Württemberg gegen Stuttgart mit 2:3. Damit drängeln sich die Teams auf den Plätzen drei bis sieben weiterhin dicht an dicht.

Lediglich der Neusser EV, der 3:5 in Dinslaken verlor und der hessische Vertreter VERC Lauterbach stehen abgeschlagen am Tabellenende. Allerdings kann der NEV durch das Spiel in Hügelsheim und die Highlander durch den Vergleich mit den Dinslaken Kobras am morgigen Freitag indirekt ins Rennen um die Finalrundenplätze eingreifen. In Düsseldorf, gegen Herne, und Iserlohn, gegen Dortmund, kommt es zu mit Spannung erwarteten Duellen von Finalrundenanwärtern.

Autor: Markus Terbach

Kommentieren