Alexander Frei ist unmittelbar vor seinem Wiedereintreffen in Dortmund am Freitag auch verbal voller Tatendrang:

BVB: Schweizer will Anfang Januar wieder auf Torjagd gehen

Frei: "Neunter Platz kann nicht der Anspruch sein!"

rk
04. Januar 2008, 08:52 Uhr

Alexander Frei ist unmittelbar vor seinem Wiedereintreffen in Dortmund am Freitag auch verbal voller Tatendrang: "In den vergangenen zehn Jahren war ich nie ernsthaft verletzt. Nun hatte ich eine Pause von sieben Monaten, die mit Sicherheit etwas zu lang war, um den Akku wieder aufzuladen. Aber dafür werde ich in den nächsten zehn Jahre absolut gesund bleiben."

Sein Körper gibt ihm bereits die entsprechenden Signale: "Ich fühle mich wie nach meiner Rückkehr im Sommer nach der Hüftoperation. Das heißt, ich bin zu 80 bis 90 Prozent fit."´In zeitlichen Dimensionen bedeutet das: "Zunächst werde ich nicht mit der Mannschaft trainieren, sondern nur separate Einheiten absolvieren. Aber in zwei, drei Wochen will ich in die ersten Testspiele gehen. Ende Januar oder Anfang Februar möchte ich dann wieder voll dabei sein."

Die Fans wird es freuen, denn bekanntlich steht am 10. Februar das große Revierderby an. Beim vergangenen Aufeinandertreffen mit den Königsblauen im Signal Iduna Park markierte der Schweizer beim 2:0-Erfolg den Führungstreffer. Sein bisher letztes Bundesligator, danach begann die große Leidenszeit des Kapitäns der schweizerischen Nationalmannschaft: "Es gab Phasen, in denen ich in ein Loch gefallen bin. Doch ich habe auch innere Aufbauarbeit geleistet. Gerade in den letzten ein, zwei Monaten habe ich sehr, sehr positiv gedacht."

Ob er nun gegen Schalke 04 dabei ist oder nicht, hat für den 28-Jährigen nicht unbedingt die oberste Priorität: "Wenn man so lange ausgefallen ist, kommt es auf eine Woche mehr oder weniger nicht an. Ob es nun gegen Schalke oder gegen Duisburg klappt, ist eigentlich egal. Ich will in erster Linie wieder komplett fit werden, damit ich der Truppe entsprechend helfen kann." Und die kann seine Unterstützung nach der recht verkorksten ersten Halbserie durchaus gebrauchen.

"Grundsätzlich heißt mein Motto: wer nicht dabei war, der sollte den Mund halten. Aber insgesamt sind wir den Beweis, dass wir eine Spitzenmannschaft sind, schuldig geblieben. Der neunte Platz kann nicht der Anspruch von Borussia Dortmund sein."
Gemeinsam mit Mladen Petric kann Alex Frei ein erstklassiges Angriffsduo bilden. Mit solchen Superlativen hält sich der 16-fache Torschütze der vergangenen Spielzeit allerdings lieber zurück: "Mladen ist wirklich ein guter Fußballer, der die Zehnerposition ebenso wie die im Sturm ausfüllen kann. Auf jeden Fall ist er ein spielstarker Mann, der in der Hinrunde sehr gut war. Die Leistung muss er jetzt bestätigen, aber das ist nach jedem Vereinswechsel so. Es wäre schön, wenn wir entsprechend harmonieren können."

Einen kleinen Wehrmutstropfen muss Frei bei seiner Rückkehr ins Revier aber doch hinnehmen, auch wenn er betont, es gäbe keinen: "Es fällt mir nicht schwer, die Schweiz zu verlassen. Ich war nun sehr lange bei meiner Familie und habe zudem die Berge genossen. Mit Philipp Degen hatte regelmäßig Kontakt. Doch jetzt will ich zurück nach Dortmund." Die Konzentration liegt trotz der anstehenden Europameisterschaft im eigenen Lang ganz auf dem BVB: "Das ist doch logisch. Wenn ich bei der Borussia gut spiele, werde ich auch eine gute EM hinlegen. Wenn ich in Dortmund schlecht bin, kann die EM ebenfalls nicht gut werden."

Da das gesundheitliche Problem bereits in der ersten Zeile zu den Akten gelegt werden konnte, spricht eigentlich nichts gegen die erste Variante.

Autor: rk

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