Frankfurt, das ist seine Geburtsstadt, die SG Eintracht nach Stationen bei den Vorortclubs SG Bonames und FV Bad Vilbel sein Heimatverein. Dennoch ist Jermaine Jones froh, dass er mit diesem Kapitel inzwischen abgeschlossen hat. Erst auf Schalke hat er nun den Durchbruch in der Bundesliga geschafft, und dass ihn am Samstag in der WM-Arena die Hölle erwarten wird, nimmt er in Kauf.

Jones vor Rückkehr nach Frankfurt / "Spiel Eintracht gegen Schalke"

Hass von den Rängen

hb
07. Dezember 2007, 14:24 Uhr

Frankfurt, das ist seine Geburtsstadt, die SG Eintracht nach Stationen bei den Vorortclubs SG Bonames und FV Bad Vilbel sein Heimatverein. Dennoch ist Jermaine Jones froh, dass er mit diesem Kapitel inzwischen abgeschlossen hat. Erst auf Schalke hat er nun den Durchbruch in der Bundesliga geschafft, und dass ihn am Samstag in der WM-Arena die Hölle erwarten wird, nimmt er in Kauf.

"Ich habe mir für die Eintracht Jahre lang den Arsch aufgerissen und bin nach Verletzungen immer wieder zu früh auf den Platz gegangen. Das honorieren die Leute leider nicht, es gibt schließlich keine Gerechtigkeit", kann Jones den Empfang im Eintracht-Block erahnen. "Die Leute sind sauer, weil sie erwartet hatten, dass ich meinen Vertrag bei der Eintracht verlängere. Da war mit Schalke noch gar nichts klar, doch als ich bei S04 dann unterschrieben habe, dachten das alle."

Beim 1:2 gegen Berlin im letzten Match der vergangenen Saison, als den scheidenden Profis die üblichen Blumensträuße überreicht wurden, blieb er der Zeremonie fern. "Ich hatte wirklich keine Lust, mich von 50.000 Zuschauern auspfeifen zu lassen", gibt Jones im Nachhinein zu. Für Zündstoff ist ohnehin gesorgt, denn der Anhang der Eintracht ist als speziell bekannt. Dass auf der anderen Seite mit Albert Streit ein weiterer Spieler kickt, der spätestens ab Sommer 2008 die Farben wechselt, macht Schalke in Frankfurt nicht wirklich sympathischer.

Rückblende: Am 13. März 2004 ist Jupp Heynckes als Trainer des FC Schalke erstmals in Frankfurt zu Gast, nachdem er die Hessen im Jahre 1995 im Unfrieden verlassen hatte. Auf den Rängen schlug "Don Jupp" damals blanker Hass entgegen, und Schalkes Ex-Manager Rudi Assauer ließ sich vor der Tribüne zum Zeigen des "Stinkefingers" provozieren.

Jones muss cool bleiben, damit nicht auch ihm die Sicherungen durchbrennen. "Oliver Kahn wird in jedem fremden Stadien ausgepfiffen, also werde ich das auch einmal aushalten", glaubt der Nationalspieler in spe. "Ich versuche mich auf meine Leistung zu konzentrieren und alles, was draußen passiert, auszublenden. Es spielt ja schließlich Frankfurt gegen Schalke und nicht gegen Jones."

Autor: hb

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