Daniel Caligiuri wird in bester Gesellschaft sein, wenn am Samstag um 15.30 Uhr das Revierderby zwischen Schalke und Borussia Dortmund angepfiffen wird.

Revierderby

Schalke hat mehr Derby-Neulinge als Dortmund

Sebastian Weßling
28. März 2017, 07:07 Uhr
Foto: firo

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Daniel Caligiuri wird in bester Gesellschaft sein, wenn am Samstag um 15.30 Uhr das Revierderby zwischen Schalke und Borussia Dortmund angepfiffen wird.

Er und drei weitere Stammspieler haben dieses Derby auf Schalker Seite noch gar nicht erlebt. Neben Caligiuri kennen Guido Burgstaller und Holger Badstuber das Ruhrpott-Duell nur vom Hörensagen, weil sie erst im Winter nach Gelsenkirchen gekommen waren. Und Coke fehlte in der Hinrunde noch – er war lange verletzt.

Selbst wenn Coke nicht spielt: Sollte der junge Thilo Kehrer verteidigen, hat er nicht mehr Derby-Erfahrung als die Duelle beim Nachwuchs vorzuweisen: In der vergangenen Saison gab es eine Nullnummer im Spiel der U23-Mannschaften, in der Spielzeit zuvor verlor der damalige Kapitän mit der Schalker U19 sogar 0:1 gegen den BVB. Auf der Gegenseite wird Marc Bartra der einzige Derby-Debütant sein: Der Innenverteidiger kam im Sommer vom FC Barcelona nach Dortmund, kennt also zumindest die hitzigen Duelle mit Real Madrid. Beim 0:0 in der Hinrunde saß der Spanier über 90 Minuten immerhin auf der Ersatzbank.

So konnte er schon etwas von der besonderen Stimmung aufnehmen, der sich niemand so recht entziehen kann – auch nicht der sonst so nüchterne BVB-Trainer Thomas Tuchel. Das Revierderby, meint der, sei vergleichbar mit einem Pokalfinale: „Man hat nur diese eine Chance“, sagte er vor dem Aufeinandertreffen im Oktober. „Und dann muss man wieder ein Jahr warten, um etwas gerade zu rücken.“

Diese Atmosphäre bekamen im Oktober vor allem die jungen Dortmunder Spieler zu spüren, die wie Ousmane Dembélé und Raphael Guerreiro noch gar keine oder wie Christian Pulisic kaum Derby-Erfahrung hatten. Sie waren beeindruckt vom „Männerfußball“, den Schalke laut Tuchel spielte, brachten ihre überlegene Technik gegen aggressive Schalker nicht zum Tragen. Im Rückspiel auf Schalke müssen sie beweisen, dass sie aus dieser Erfahrung gelernt haben.

Autor: Sebastian Weßling

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