Mit einem 6:2 (2:0)-Torspektakel gegen Bayer Leverkusen festigte der BVB den dritten Tabellenplatz und begeisterte seine Fans mit einer spektakulären Schlussphase.

BVB

6:2! Tuchel-Team ballert Leverkusen aus dem Stadion

Daniel Berg
04. März 2017, 18:25 Uhr
Foto: Firo

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Mit einem 6:2 (2:0)-Torspektakel gegen Bayer Leverkusen festigte der BVB den dritten Tabellenplatz und begeisterte seine Fans mit einer spektakulären Schlussphase.

Thomas Tuchel blieb seiner Erfolgsmannschaft treu: Der Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund setzte im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen auf die gleiche Startformation wie eine Woche zuvor beim souveränen Sieg in Freiburg. Das bedeutete, dass Kapitän Marcel Schmelzer sich erneut nur auf der Ersatzbank wiederfand. Den Vorzug auf der linken Seite erhielt der technisch versierte Raphael Guerreiro. Auf der Gegenseite setzte Leverkusens Trainer Roger Schmidt mit Stürmer Chicharito und den Mittelfeldkönnern Julian Brandt sowie Karim Bellarabi prominente Profis auf die Bank - und schien mit dieser Entscheidung zumindest kein großes Glück zu haben.

Denn der BVB erwischte den deutlich besseren Start in die Partie. Schon die erste Chance nach nur sechs Minuten führte zum ersten Tor. Nach einer mangelhaften Abwehrleistung von Charles Aranguiz landete der Ball bei Ousmane Dembele, der mit einem einfachen Haken und einem Schuss von der Strafraumgrenze die schwarz-gelbe Führung erzielte. Das war ein etwas sehr unschöner Einstieg in diese Partie für Leverkusen, das nämlich ansonsten ganz ansehnlich nach vorn kombinierte - zumindest bis zum Dortmunder Strafraum. Einen gefährlichen Schuss brachte Bayer allerdings in der ersten Halbzeit nicht zustande.

Ganz anders agierte die Borussia. Nach einem schnellen Einwurf Erik Durms dribbelte sich Dembélé bis zu Bernd Leno vor, scheiterte aber am Leverkusener Torwart (25.). Was da noch misslang, fügte sich eine Minute später: Nach einer Ecke von Marco Reus landete ein Kopfball von Marc Bartra über Umwege vor den Füßen von Pierre-Emerick Aubameyang, der aus kurzer Distanz vollstreckte. Es war sein 20. Saisontreffer. Den 21. verweigerte er fünf Minuten später, als Dembélé von der rechten Seite vor das Tor passte, der Dortmunder Torjäger aber frei vor dem leeren Tor am Ball vorbeitrat (31.). Und auch Marco Reus hätte die Entscheidung herbeiführen können, als er sich nach sehenswertem Pass Bartras gegen Tin Jedvaj durchsetzte, aber strauchelnd an Leno scheiterte (41.). Es war in diesem Spiel die letzte Aktion von Reus, der sich bei dieser Szene eine Oberschenkelverletzung zuzog. Für ihn kam Christian Pulisic in die Partie.

Irre Dortmunder Schlussphase

Aber der BVB hatte diese Partie im Griff und musste höher führen. Doch mit dem Wiederbeginn der Partie veränderte sich die Sachlage schnell. Ein Stellungsfehler von Sokratis ermöglichte Kevin Volland einen recht unbedrängten Torschuss zum Anschlusstreffer (48.). Leverkusen hatte plötzlich wieder einen Zugriff auf ein Spiel, das längst hätte verloren sein können. Jedoch vermochten es die Rheinländer nicht, sich weitere Chancen herauszuspielen. So blieb Dortmund die gefährlichere Mannschaft. Bei einem Konter tauchte Dembélé frei vor dem Leverkusener Tor auf, schoss aber um Zentimeter am Pfosten vorbei (58.). Damit jedoch war die Zeit der Fehlversuche vorbei.

69. Minute: Eine Hereingabe Dembélés köpfte Aubameyang aus zwei Metern ins Tor. Die Entscheidung? Nein.

74. Minute: Bellarabi zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern über die Mauer ins Dortmunder Tor. Noch mal schwarz-gelbes Zittern? Nein.

77. Minute: Christian Pulisic bugsierte den Ball nach einer feinen Kombination inklusive präziser Vorlage von Erik Durm ins Tor. 4:2. Das Ende? Nein.

85. Minute: Nach einem Foul von Ömer Toprak am eingewechselten André Schürrle trat der Gefoulte selber zum Elfmeter an und verwandelte zum 5:2. War's das? Nein.

90. Minute: Nach Vorlage von Pulisic donnerte Guerreiro den Ball aus zehn Metern an Leno vorbei ins Netz. Endstand.

Autor: Daniel Berg

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