Rot-Weiß Oberhausen darf am Samstag gegen den 1. FC Köln II (14 Uhr, Stadion Niederrhein) das erste Regionalliga-Spiel nach fast dreimonatiger Pause bestreiten.

RWO

Terranova setzt auf Raphael Steinmetz

Martin Herms
02. März 2017, 19:15 Uhr
Foto: Micha Korb

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Rot-Weiß Oberhausen darf am Samstag gegen den 1. FC Köln II (14 Uhr, Stadion Niederrhein) das erste Regionalliga-Spiel nach fast dreimonatiger Pause bestreiten.

Die zwei Absagen gegen die Zweitvertretungen von Borussia Dortmund und Schalke 04 haben eine ohnehin ungewöhnlich lange Winterpause zusätzlich ausgedehnt. Langweilig wurde es im RWO-Lager zuletzt aber nicht. Nach dem Theater um die Spielabsage gegen den BVB war der Wechsel auf dem Posten des Sportchefs das bestimmende Thema.

Ex-Spieler Jörn Nowak (30) wird Frank Kontny ab April als Sportlichen Leiter ersetzen. Das gab der Verein am Mittwoch offiziell bekannt. Trainer Mike Terranova (40) sieht Parallelen zu seinem überraschenden Aufstieg und lobt die Entscheidung des Vorstandes: "Ich habe auch sehr früh eine große Chance erhalten. Das finde ich gut. Jörn ist genauso motiviert wie ich und wird sich hier voll reinhängen. Es ist schön, dass der Verein jungen Leuten und altgedienten Spielern die Möglichkeit gibt, eine große Verantwortung zu übernehmen", sagt Terranova.

Für den Ex-Profi wird es ab Samstag endlich auch sportlich ernst. Die Kleeblätter tragen ihr erstes Meisterschaftsspiel des Jahres 2017 aus. Immerhin das Pokalspiel gegen den Oberligisten wurde erfolgreich (2:1) über die Bühne gebracht. Terranova, dessen Team aufgrund der weniger ausgetragenen Spiele auf Platz neun abgerutscht ist, sieht darin einen Nachteil. "Natürlich ist es nicht gut, wenn man so eine lange Pause hinter sich hat. Köln hat hingegen schon zwei Spiele bestritten und ist voll im Rhythmus. Aber es gibt keine Entschuldigungen. Wir wollen gegen diesen guten Gegner zuhause bestehen."

Personell sieht es für die Oberhausener dagegen gut aus. Terranova muss keine kurzfristigen Ausfälle beklagen. Spielmacher Patrick Bauder ist nach seinem Fußbruch im November wieder auf der Höhe. "Er ist voll im Saft und hinterlässt einen super Eindruck. Wir sind auf seine Qualität angewiesen", betont Bauders Trainer.

Ein Lob hat Terranova auch für Raphael Steinmetz parat. Der 22-jährige Mittelfelstürmer hat eine äußerst durchwachsene Hinrunde hinter sich. Nur zwei Treffer gelangen ihm in 16 Einsätzen. Lediglich drei Mal durfte der Oberhausener Lokalmatador von Beginn an ran. Doch nun hat sich Blatt offenbar zu seinen Gunsten gewendet. Im Pokal stand er in der Startelf und brachte seine Mannschaft in Führung. Auch gegen Köln setzt sein Trainer auf ihn. "Raphael wird definitiv anfangen", verrät Terranova. "Er hat sich in der Vorbereitung den Arsch aufgerissen. Mir hat zudem gefallen, dass er vor der Pause in der zweiten Mannschaft ausgeholfen und dort gute Leistungen gebracht hat. Sein Verhalten war sehr professionell. Nun hat er eine Chance verdient."

Autor: Martin Herms

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