Die vergangene Woche wurde bei der SG 09 von den Geschehnissen hinter den Kulissen bestimmt.

Wattenscheid

Nach Trubel - mit Teamgeist gegen den Abstieg

Felix Kannengießer
16. Februar 2017, 08:02 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Die vergangene Woche wurde bei der SG 09 von den Geschehnissen hinter den Kulissen bestimmt.

Die sollen am Sonntag keine Rolle spielen, denn die Wattenscheider wollen sportliche Schlagzeilen schreiben, wenn der Regionalliga-Betrieb mit dem Heimspiel gegen Schalkes U23 wieder losgeht (14 Uhr).

Die Vorbereitung ist an einigen Stellen jedoch holprig verlaufen. „Trotzdem haben wir das Optimum herausgeholt“, findet Trainer Farat Toku. Am letzten Wochenende hätte Toku gerne noch einmal getestet, doch die Witterungsbedingungen und Verletzungsprobleme machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Schon in der Woche zuvor gegen Nijmegen trat Wattenscheid nur mit einer Rumpfelf an, zwölf Feldspieler reisten mit nach Holland und verloren mit 1:3. Unter dem Strich stehen nach der Winter-Vorbereitung ein Remis gegen den VfB Oldenburg und zwei Siege aus sechs Testspielen, gegen TuS Kaltehardt (5:0) und Wanne-Eickel (2:1).

Die Ergebnisse will Toku aber nicht überbewerten, zumal er in den Tests einiges ausprobiert hat und die SG 09 spielerisch meist überzeugte. „Es ist sicher keine einfache Vorbereitung gewesen, wir mussten viel improvisieren“, sagt Toku: „Dafür haben wir uns im taktischen und mentalen Bereich weiterentwickelt, viel für den Mannschaftsgeist getan. Und fit sind die Jungs auch.“

Das gilt zumindest für die Spieler, die die Vorbereitung voll mitmachen konnten. Durch den Winter zog sich eine Verletzungsserie, auch eine Grippewelle suchte die SG 09 heim – bei dem kleinen Kader der Wattenscheider fällt so etwas schnell auf. Mittlerweile hat sich die Situation gebessert: Neben dem langzeitverletzten Fabio Manuel Dias fallen nur noch Angelo Langer und Berkant Canbulut aus, mit beiden ist im März zu rechnen. Auf die angeschlagenen Spieler, wie Demir Tumbul oder Ibrahim Bah-Traore, hofft Toku bis zum Ligabeginn.

Auch der eine oder andere Neuzugang könnte gegen Schalke II sein Debüt im schwarz-weißen Dress feiern. Toku bescheinigt allen, „gute Alternativen“ zu sein: „Jeder von ihnen wird für uns noch wichtig sein. Ich will aber niemanden herausheben, denn der Gewinner der Vorbereitung war bei uns die Mannschaft.“ Gute Nachrichten gibt es für Aram Abdelkarim, der seine Verletzung überstanden hat und dessen Spielberechtigung nun eingetroffen ist.

Angreifen will nach seiner langen Verletzungsgeschichte auch Pedrag Stevanovic. Der Sommer-Neuzugang konnte noch kein Pflichtspiel absolvieren, im Test gegen Münster (2:3) erzielte er seinen ersten Treffer. Nicht mehr dabei ist Kim Sané, der den Verein auf eigenen Wunsch verlassen hat.

Gefallen hat das Toku sicher nicht, zumal der kleine Kader dem Trainer zu schaffen macht. Zum Drumherum der letzten Woche will er sich aber erst einmal nicht äußern: „Das interessiert mich jetzt nicht. Ich bin für das Sportliche zuständig. Wir wollen die Punkte gegen den Abstieg holen, das wird schwierig genug.“

Autor: Felix Kannengießer

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