Fürs Wetter kann ja niemand was. Dass es ausgerechnet in diesem Winter, in dem der VfL Bochum erstmals seit Trainer Heiko Herrlichs Schaffen vor sieben Jahren nicht in die Türkei oder Spanien reist, mal so richtig frostig wird, erfreut Gertjan Verbeek sicher nicht.

VfL Bochum

Verbeek will nur Verstärkungen

RS
07. Januar 2017, 12:13 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Fürs Wetter kann ja niemand was. Dass es ausgerechnet in diesem Winter, in dem der VfL Bochum erstmals seit Trainer Heiko Herrlichs Schaffen vor sieben Jahren nicht in die Türkei oder Spanien reist, mal so richtig frostig wird, erfreut Gertjan Verbeek sicher nicht.

Letztlich aber wischt der Trainer des VfL Bochum diese Gedanken der klimatisch bedingt suboptimalen Trainingsbedingungen bei der kleinen Presserunde am frühen Freitagnachmittag schnell beiseite und spricht lieber von den positiven Eindrücken. „Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die die Jungs geleistet haben“, bilanziert Verbeek die ersten fünf Trainingstage des neuen Jahres.

Aber es gebe auch bereits die ersten „Schattenseiten dieser Woche“, schränkt Verbeek ein. Etwa, dass Stammtorwart Manuel Riemann seit Donnerstag erkrankt fehlt und auch das erste Testspiel am heutigen Samstag gegen den 1. FC Köln nicht mitmachen wird (15.30 Uhr, Vonovia-Ruhrstadion). Noch bitterer ist, dass Stefano Celozzi nicht so früh wie noch am Mittwoch vom Spieler selbst erhofft zurückkehren kann in die Startelf. Den Rechtsverteidiger plagen seit dem Training vor drei Tagen wieder verstärkt muskuläre Probleme im Oberschenkel, der ihn ja drei Monate außer Gefecht gesetzt hat. Auch gestern konnte er nicht mit der Mannschaft auf dem Rasen trainieren. Verbeek rechnet damit, dass der 28-Jährige „zwei, drei Wochen“ nicht das komplette Programm absolvieren wird. Celozzi wird den Saisonstart bei Union Berlin verpassen. Mindestens.

Aber Verbeek hält es immer so, aus bedauerlichen Ausfällen („Das ist sehr ärgerlich“) auch etwas Gutes zu ziehen. Zum Beispiel die Spielpraxis, die Jan Gyamerah als Rechtsverteidiger sammelt. Gyamerah und Nico Rieble auf der linken Seite seien „besser geworden“, lobt Verbeek. Da Timo Perthel zwei Spiele gesperrt ist nach seiner Roten Karte in Pauli, wofür Verbeek kein Verständnis hat („Zwei Spiele Sperre und 4000 Euro Strafe, das ist unverschämt, verrückt“), wird Rieble vorerst weiter links verteidigen.

Während Innenverteidiger Patrick Fabian den Konkurrenzkampf hinten anheizt, gibt es den auch auf den offensiven Flügeln. Rechts bescheinigt Verbeek Alexander Merkel ein Plus: „Alex hat sich reingespielt und hat gute Konkurrenz von Tom Weilandt.“ Auf dem linken Flügel wird gegen Köln wohl Selim Gündüz beginnen. Weitere Alternativen sind, so Verbeek, Weilandt, Nils Quaschner, Görkem Saglam. Ob es links noch einen Neuzugang gibt im Winter? Eher nicht. Verbeek sagt: „Ich will nur neue Spieler haben, die direkt eine Verstärkung sind. Für die Breite habe ich genug.“ Und, so der Trainer: „Im Winter ist es schwierig, sich mit einem neuen Spieler zu verbessern. Man kann das Geld auch nur einmal ausgeben. Aber ich bin nicht unzufrieden mit dem, was ich habe.“

Gegen Köln werde pro Halbzeit eine Mannschaft spielen. Sein Testspiel-Comeback gibt Patrick Fabian, zum Einsatz kommen werden auf jeden Fall U19-Stürmer Ulrich Bapoh sowie die Torhüter Felix Dornebusch und Martin Kompalla.

Autor: RS

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren