Souleymane Sané hat in seiner Karriere für gleich zwei Vereine gespielt, die in diesem Jahr am NRW-Traditionsmasters teilnehmen.

NRW-Traditionsmasters

Souleymane Sané im Interview

25. November 2016, 11:14 Uhr
Foto: firo

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Souleymane Sané hat in seiner Karriere für gleich zwei Vereine gespielt, die in diesem Jahr am NRW-Traditionsmasters teilnehmen.

Zum einen für den 1. FC Nürnberg, der erstmals am Turnier teilnimmt und für die SG Wattenscheid 09.

In Wattenscheid ist Sané zu einer echten Legende geworden. Heute spielt einer seiner drei Söhne an der Lohrheide – und ein anderer bei Manchester City. Wir sprachen mit „Samy“ Sané über das Traditionsmasters, seine Ex-Clubs und den neuen Star der Familie.

Souleymane Sané, sind Sie am 8. Januar beim NRW-Traditionsmasters dabei?
Ich werde wahrscheinlich vor Ort sein. Spielen werde ich aber eher nicht. Ich bin viel unterwegs für die Arbeit und habe aktuell zu wenig Zeit, um zu trainieren. Ich komme nur noch selten dazu, in der Traditionsmannschaft zu spielen.

Dabei sein wollen Sie aber trotzdem in Mülheim. Was macht das Turnier aus?
Das ist eine super Sache und macht wirklich Spaß. Ich freue mich immer, wenn ich dahin komme und ehemalige Mannschaftskollegen und Gegenspieler zu treffen. Es ist immer spannend zu sehen, wie es ihnen heute geht, was die Familie macht und ob sie ihre Form gehalten haben (lacht). Da kann man immer schön flachsen: „Früher hast Du immer einen Beinschuss von mir gekriegt“ oder „Gegen uns konntet Ihr nie gewinnen.“

Wie ist das, wenn Ex-Profis auf dem Platz stehen? Steht der Spaß im Vordergrund, oder ist man auch nach der Karriere noch auf Siege aus?
Für mich steht immer der Spaß im Vordergrund. Die Zeit, in der ich es ernst genommen habe, war als Profi. Da war es mein Job, für den Verein alles zu geben und Punkte zu holen. In der Traditionsmannschaft spiele ich zum Spaß. Gewinnen ist mir da – verzeihen Sie den Ausdruck – scheißegal. Bei so einem Turnier geht es mir darum, Kumpels zu treffen und wie man so sagt: Die dritte Halbzeit mit zu machen (lacht).

Viele Ihrer Kollegen geben auf dem Feld noch richtig Gas...
Klar, manche sind noch verbissen, die wollen sich zeigen und nicht verlieren. Früher wollte ich auch nur gewinnen, egal wie - und wenn es nur dreckig 1:0 war. Jetzt ist mir das nicht mehr so wichtig. Wenn jemand an mir vorbei ist, lasse ich ihn laufen. Ich bin glücklich, ich bin gesund. Das ist alles was zählt. Wir müssen keine Rechnungen von früher mehr begleichen.

Das NRW-Traditionsmasters ist ein echtes Revier-Turnier. Sie selbst haben auch lange im Ruhrgebiet gespielt. Ist die Rivalität in dieser Gegend eine besondere?
Absolut. Du siehst, dass es für viele auch nach der aktiven Karriere noch ernst ist. Die Rivalität ist immer da. Jeder will zeigen: Wir sind besser als Dortmund, besser als Schalke, besser als Duisburg. Auch im hohen Alter.

Zwei Ihrer Ex-Clubs spielen mit. Wem drücken Sie mehr die Daumen, Wattenscheid oder Nürnberg?
Ich drücke allen die Daumen. Ich wünsche mir nur eine gute Veranstaltung, bei der am Ende alle zufrieden sind, die Zuschauer Spaß hatten und es kein Theater gab. Ob dann Schalke, Essen, oder Wattenscheid gewinnt, ist mir egal. Ich freue mich für alle.

Verfolgen Sie denn noch die Entwicklung Ihrer Ex-Clubs?
Ja. Ich gucke immer, was die machen. Ich leide ein bisschen mit und freue mich, wenn sie gute Ergebnisse einfahren. Mit Wattenscheid habe ich immer noch sehr guten Kontakt und auch mit einigen Leuten aus meiner Nürnberger Zeit.

Gehen Sie noch oft ins Stadion?
Ich bin ja im Fußball tätig und arbeite für eine Beraterfirma. Ich gucke mir regelmäßig meine Klienten an, schauen aber auch nach Talenten. Und natürlich schaue ich auch meinen drei Söhne gerne zu. Kim spielt ja neuerdings wieder in Wattenscheid und mein jüngster Sohn Sidi ist noch in der Schalker Jugend.

Einen Ihrer Söhne müssen Sie aber neuerdings meist am Fernseher verfolgen. Oder haben Sie Leroy schon öfter live in Manchester zugeschaut?
Ab und zu. Drei, vier Mal habe ich ihn mir schon live angesehen. Er kommt ganz gut klar. Das muss er aber auch. Er ist jetzt 20 und noch nicht so erwachsen, dass er alles alleine kann. Wenn er etwas braucht, sind wir immer für ihn da. Aber er muss sich durchboxen!

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