Borussia Dortmund hat sich in das Achtelfinale des DFB-Pokals gezittert. Gegen den Zweitligisten Union Berlin fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen.

DFB-Pokal

Torwart Weidenfeller verhindert BVB-Blamage

Sebastian Weßling
26. Oktober 2016, 23:45 Uhr
Foto: dpa

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Borussia Dortmund hat sich in das Achtelfinale des DFB-Pokals gezittert. Gegen den Zweitligisten Union Berlin fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen.

Es dauerte wenige Sekunden, dann versank der Held des Spiels unter einer schwarz-gelben Jubeltraube. Den ganzen Abend über hatte kaum etwas darauf hingedeutet, aber es war tatsächlich Roman Weidenfeller, dem diese Ehre zuteil wurde. Der Torhüter von Borussia Dortmund hatte sich im Pokalkampf gegen den Zweitligisten Union Berlin mehrere Unsicherheiten geleistet - im Elfmeterschießen aber parierte er gegen Felix Kroos, Stephan Fürstner und Philipp Hosiner schoss an die Latte - und so zog der BVB mit 4:1 nach Elfmeterschießen ins Achtelfinale ein.

BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte vor dem Spiel mit einigen Personalien überrascht - auch weil der erkrankte Christian Pulisic sowie die mit Muskelproblemen kämpfenden Marc Bartra und Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang kurzfristig passen mussten: Nuri Sahin feierte sein Saisondebüt, der 18-jährige Jacob Bruun Larsen kam erstmals in einem Pflichtspiel der Profis zum Einsatz. Auch Union-Trainer Jens Keller hatte kräftig umgebaut, mit Steven Skrzybski und Damir Kreilach die beiden Torschützen vom Wochenende herausgenommen und eine sehr defensive Mannschaft auf den Platz geschickt.

Und Dortmund tat sich schwer, Lücken zu finden, rannte sich immer wieder fest - und ließ gefährliche Berliner Konter zu. Roman Weidenfeller musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren, um vor den heranrauschenden Gegenspielern am Ball zu sein. Der BVB wurde lange nur aus der Distanz gefährlich, doch die Schüsse von Mario Götze (18./38.) und Nuri Sahin (42.) wurden zur Ecke geklärt.

Und doch kam Dortmund kurz vor der Halbzeitpause zum Erfolg: Der starke Gonzalo Castro marschierte durchs Mittelfeld, über Götze kam der Ball zu Bruun Larsen und dessen Flanke lenkte Parensen mit der Brust ins eigene Tor (44.) - ausgerechnet ein früherer Dortmunder Nachwuchsspieler sorgte für die Dortmunder Führung.

Der zweite Durchgang begann wie der erste: Die Gäste zogen sich weit zurück, Dortmund suchte nach der Lücke - tat aber insgesamt zu wenig für den zweiten Treffer. Und so kam Berlin tatsächlich noch zum Ausgleich: Der eben erst eingewechselte Skrzybski hielt nach einem Abpraller von der rechten Strafraumkante direkt drauf, durch durch den vollbesetzten Strafraum flog der Ball in die lange Ecke (81.).

Der BVB rannte nun wütend an, blieb aber immer wieder hängen - und so ging es in die Verlängerung, in der Dortmund mehr, Berlin aber die größte Chance hatte: Skrzybski legte den Ball am herausstürzenden Weidenfeller vorbei, brachte seinen Querpass vor dem leeren Tor aber nicht an den Mann (101.).

So musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Ousmane Dembélé, Matthias Ginter, Mario Götze verwandelten für Dortmund - und weil Weidenfeller unverhofft zum Helden wurde, durfte sich der BVB dann doch noch über den späten Einzug ins Achtelfinale freuen.

Autor: Sebastian Weßling

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