Vom Dauerbrenner zum Pechvogel. Von der beschaulichen Natur zurück ins Rampenlicht. So liest sich die jüngste Vergangenheit von Daniel Imhof. Nachdem der defensive Mittelfeldler in der Aufstiegssaison mit 33 Einsätzen zum „Mister Zuverlässig“ avancierte, stoppte ihn in der vergangenen Bundesligaserie ein unglaubliches Verletzungspech. In der Sommerpause wurde sein auslaufender Vertrag zunächst nicht verlängert, Imhof machte sich auf den Weg nach Kanada, wo er 1000 Kilometer nördlich von Vancouver mit seinem Vater ein Gästehaus baute. Doch nach dem Wechsel von Benjamin Lense ging alles ganz schnell: Trainer Marcel Koller, der aus seiner Affinität für Imhof nie einen Hehl machte, holte den Schweiz-Kanadier zurück an die Castroper Straße.

Bochum: Traumtorschütze Daniel Imhof bleibt realistisch

Rückkehr mit Paukenschlag

28. August 2007, 09:53 Uhr

Vom Dauerbrenner zum Pechvogel. Von der beschaulichen Natur zurück ins Rampenlicht. So liest sich die jüngste Vergangenheit von Daniel Imhof. Nachdem der defensive Mittelfeldler in der Aufstiegssaison mit 33 Einsätzen zum „Mister Zuverlässig“ avancierte, stoppte ihn in der vergangenen Bundesligaserie ein unglaubliches Verletzungspech. In der Sommerpause wurde sein auslaufender Vertrag zunächst nicht verlängert, Imhof machte sich auf den Weg nach Kanada, wo er 1000 Kilometer nördlich von Vancouver mit seinem Vater ein Gästehaus baute. Doch nach dem Wechsel von Benjamin Lense ging alles ganz schnell: Trainer Marcel Koller, der aus seiner Affinität für Imhof nie einen Hehl machte, holte den Schweiz-Kanadier zurück an die Castroper Straße.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/200-4245_preview.jpeg Zwei, die sich verstehen: Trainer Marcel Koller und Torschütze Daniel Imhof (Foto: firo).[/imgbox]Und das auf Umwegen: Über das europäische Handy ging in Übersee nichts, doch war der Kontakt erst mal hergestellt, machte sich der Nationalspieler auf ins Revier, wo er nach zweieinhalb Tagen Reisestress auch ankam.

„Marcel Koller hat mir beim FC Will die erste Chance in Europa gegeben. Seitdem haben wir ständig Kontakt. Es ist enorm wichtig, dass ich weiß, dass der Coach Vertrauen zu mir hat“, schildert Imhof die Beziehung zum Cheftrainer. Das Vertrauen hat der 29-Jährige am Freitag-Abend zurückgezahlt. Und das gleich mit einem Paukenschlag: 19 Sekunden nach seiner Einwechslung hämmerte der Rückkehrer den Ball aus 25 Metern in den Winkel, sorgte so für die Vorentscheidung. „Ich stand zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich habe gar nicht nachgedacht, sondern einfach draufgehalten. Das war natürlich ein Traumtor“, schmunzelt der Schütze und verriet: „Eigentlich sollte ich Rafael van der Vaart bewachen und war nur zur Stärkung der Defensive auf dem Platz.“

Doch auch nach dem spektakulären Auftritt bewahrt Imhof Ruhe und stellt keine Forderungen: „Ich muss realistisch bleiben. Das war ein Kurzeinsatz mit einen Treffer, mehr nicht. Der Coach weiß, dass er sich auf mich verlassen kann. Ich werde weiter Gas geben.“

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