Clemens Tönnies behält den Vorsitz des Aufsichtsrats. Der Schalker Ehrenrat muss noch tagen. Mitglied Klaus Fischer ist enttäuscht über das Wahlkampf-Theater.

Schalke

Klaus Fischer bestürzt über Wahlkampf-Theater

28. Juni 2016, 05:17 Uhr

Clemens Tönnies behält den Vorsitz des Aufsichtsrats. Der Schalker Ehrenrat muss noch tagen. Mitglied Klaus Fischer ist enttäuscht über das Wahlkampf-Theater.

Clemens Tönnies bleibt Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04. Nach seiner Wiederwahl am Sonntag auf der Mitgliederversammlung wurde Tönnies auf der anschließenden Sitzung des Aufsichtsrats als Chef des Gremiums bestätigt, Stellvertreter bleibt Dr. Jens Buchta. Tönnies und der ebenfalls wiedergewählte Peter Lange bilden den Eilausschuss für dringende sportliche Entscheidungen.

Während der Aufsichtsrat alle Entscheidungen getroffen hat, muss der Ehrenrat noch tagen. Das fünfköpfige Gremium ist das vereinsinterne Schiedsgericht und kann Strafen bis zum Ausschluss aussprechen. Tönnies hatte ein Verfahren gegen das Aufsichtsratsmitglied Dr. Andreas Horn einleiten lassen, weil er zu einem geordneten Rückzug aufgefordert worden war, wenn er einstimmig wiedergewählt werden möchte. Den Vorwurf der Erpressung wies Horn bei der Versammlung zurück. Von vielen Mitgliedern wurde er trotzdem ausgepfiffen.

Klaus Fischer ist bestürzt

Diese Stimmung bestürzt Klaus Fischer. Die Schalke-Legende sitzt im Ehrenrat und muss auch über Horns Zukunft entscheiden. „Für die jüngsten Vorgänge habe ich absolut kein Verständnis, weil Schalke unnötig in ein negatives Licht gerückt wird. Ich dachte, dass wir alle zusammenstehen“, sagte Fischer dieser Redaktion. Zudem erklärte Fischer, warum der Ehrenrat noch nicht entschieden hat: „Wir wollten ganz bewusst den Verlauf der Mitgliederversammlung abwarten und dieser Sache nicht vorgreifen.“

Tönnies hat der Streit mit Horn tief getroffen. Bei der Mitgliederversammlung verweigerte er sogar den Handschlag. „Der Ehrenrat ist mit dem Vorfall beschäftigt. Ich bin gern bereit, die Hand zu nehmen. Aber erst muss alles geklärt sein“, erklärte Tönnies. Horn war hingegen auf Versöhnungskurs: „Die Mitglieder haben mit großer Mehrheit entschieden. Ich bin der letzte, der das nicht respektiert.“

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