Rolf Feltscher traf bei der Copa America mit Venezuela auf den argentinischen Weltstar Messi. Der Duisburger will in dieser Woche einen neuen Vertrag unterschreiben – allerdings nicht beim MSV.

MSV Duisburg

Feltscher verlässt die Zebras

Dirk Retzlaff/Thomas Tartemann
19. Juni 2016, 22:07 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Rolf Feltscher traf bei der Copa America mit Venezuela auf den argentinischen Weltstar Messi. Der Duisburger will in dieser Woche einen neuen Vertrag unterschreiben – allerdings nicht beim MSV.

Solche Momente gehören für einen Fußballprofi zu den Erlebnissen, die unvergessen bleiben. Nach der 1:4-Niederlage im Viertelfinale gegen Argentinien beim Fußball-Spektakel der Copa America umarmte Rolf Feltscher mit Argentinien-Star Lionel Messi einen der weltgrößten Kicker, tauschte mit ihm ein paar Sätze aus und verabschiedete sich herzlich. Da Rolf Feltscher bis zum 30. Juni noch offiziell den Fußball-Drittligisten MSV Duisburg repräsentiert, waren die Zebras mehr oder weniger auch international vertreten.

„Es war einfach ein geiles Erlebnis, alle vier Begegnungen über die komplette Spielzeit für Venezuela zu absolvieren“, erklärte der Verteidiger gegenüber der Sportredaktion, „im Viertelfinale auf diesen großen Gegner Argentinien zu treffen, war das Sahnehäubchen, auch wenn es für uns die Endstation bedeutet hat.“ Der Schweiz-Venezolaner erhöhte durch die guten Leistungen beim Turnier in den USA seinen eigenen Marktwert erheblich. Davon hat der MSV Duisburg im Nachgang allerdings nichts mehr.

Die freie Auswahl

Zwar will Trainer Ilia Gruev nach dem Aus Venezuelas noch einmal Kontakt mit dem Abwehr-Kraftpaket aufnehmen, aber das Gespräch wird letztlich nur beste Wünsche für Feltschers Zukunft beinhalten. Fakt ist: Für den MSV Duisburg wird der Sympathieträger kein einziges Spiel mehr bestreiten. „Eine Rückkehr ist ausgeschlossen. Das wäre nur für den Fall, dass Duisburg weiterhin in der 2. Liga gespielt hätte, eine ernsthafte Option gewesen“, erklärt sein Berater Sercan Güvenisik.

Gegen Argentinien zu spielen war das Sahnehäubschen
Rolf Feltscher

Wohin Feltschers Weg führt, wird sich bald herauskristallisieren. „Wir wollen mit der Entscheidung, für welchen Klub Rolf in zukünftig spielt, nicht mehr lange warten. Bis Mittwoch wird klar sein, wohin er wechselt. Für Rolf ist jetzt ganz wichtig, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen. Durch die gelungenen Auftritte mit der Nationalelf von Venezuela bei der Copa America hat er sich nicht nur in den Vordergrund gespielt, sondern auch bewiesen, dass er ein ganz variabler Spieler ist“, so Güvenisik. Offenbar hat die defensive Allzweckwaffe nun die freie Auswahl. Neben Anfragen aus Deutschland liegen auch Offerten aus Spanien, Italien und Mexiko vor.
Im Gegensatz zu Feltscher bleibt Stanislav Iljutcenko dem MSV erhalten. Der Stürmer erhält in der ersten DFB-Pokal-Runde die Gelegenheit, sein Kunststück aus dem März zu wiederholen. Damals erzielte er gegen Union Berlin einen Treffer per Fallrückzieher.

Im Pokal gegen Union Berlin

U-17-Europameisterin Caroline Siems fungierte am späten Samstagabend als Losfee und bescherte den Zebras Zweitligist Union Berlin als Pokalgegner für die erste Runde. Das Spiel steigt in der Duisburger Arena zwischen Freitag, 19. August, und Montag, 22. August. Für zwei miteinander befreundete Spieler wird das eine ganz besondere Partie sein: Martin Dausch (MSV) und Sören Brandy (Union) treffen nicht nur jeweils auf ihren Kumpel, sondern auch auf ihren Ex-Klub.

Autor: Dirk Retzlaff/Thomas Tartemann

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren