Rather SV

Resetknopf gedrückt, alle Ex-Profis sind weg!

16. Juni 2016, 10:47 Uhr

Foto: Patrick Friedland

Alon und Ben Abelski, Benjamin Baltes, Marcel Podszus. Der Kader vom Landesligisten Rather SV war in der abgelaufenen Saison gespickt mit großen Namen.

Im ersten Landesligajahr erreichte die Mannschaft aus dem Düsseldorfer Norden dennoch nur den zwölften Rang. Ein Umstand, den Trainer Christian Schmitz trotz manchmal anders formulierter Ambitionen positiv sieht: "Man darf trotz all dieser Namen nicht vergessen, wo wir herkommen. Dass unsere Niederlagenserie am Schluss nicht unser Anspruch ist, dürfte dennoch jedem klar sein."

Im zweiten Jahr vollziehen die Rather nun einen kompletten Umbruch. Alle Ex-Profis werden den Verein verlassen, mit Keeper Dominik de Bellis, Daniel Pira, Alexander Plöderer, Simon Atiye und Astrit Hyeni werden nur sechs Spieler aus dem jetzigen Kader auch in der kommenden Saison am Rather Waldstadion aktiv sein. Hinzukommen die zuletzt verletzten Marko Nikolic und Patty Werchau. Dennoch wird der RSV nicht weniger ambitioniert in die Saison gehen, als es noch im letzten Jahr der Fall gewesen ist. Schmitz: "Wir wollen mindestens das Gleiche schaffen. Wenn das gelingt, bin ich mehr als zufrieden."

Es sind zwar nicht mehr die großen Namen dabei, dennoch dürften einige Neuzugänge in gewisser Weise aufhorchen lassen. So kommt der ehemalige TuRU-Verteidiger Niklas Wesseln von GW Nottuln in die Landeshauptstadt zurück, oder Ratherfahrene Spieler wie Roland Oppong oder Marcel Castor. "Nach ungefähr 170 Gegentoren in den letzten beiden Jahren wollen wir einiges verändern und setzen das Augenmerk vermehrt auf die Defensive", erklärt Schmitz die neue Kaderzusammenstellung. "Da stehen uns auch hauptsächlich erfahrenere Leute zur Verfügung. Vorne setzen wir auf mehr Laufbereitschaft. Wir wollen leidenschaftlichen Fußball spielen und für jeden Gegner noch unangenehmer werden."

Zudem verpasst Schmitz den Schwarz-Weißen ein Rather Gesicht und will noch mehr auf Akteure aus der eigenen Jugend setzen. Dafür nimmt er auch einen etwas schwierigeren Saisonstart in Kauf: "Dass es am Anfang etwas holpriger sein wird, ist uns bewusst. Wir haben den Reset-Knopf gedrückt, sollten aber in der Lage sein, konkurrenzfähig zu bleiben." Auch ohne gestandene Ex-Profis.

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