Wer steigt auf? Wer bestreitet als Zweiter die Entscheidungsspiele? Wer schaut als Dritter in die Röhre? Am vorletzten Spieltag der Fußball-Landesliga spitzt sich die Entscheidung über diese Fragen zu.

LL NR 2

Das Aufstiegsrennen spitzt sich zu

Thomas Kristaniak / Thomas Tartemann
28. Mai 2016, 09:37 Uhr
Foto: Ketzer

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Wer steigt auf? Wer bestreitet als Zweiter die Entscheidungsspiele? Wer schaut als Dritter in die Röhre? Am vorletzten Spieltag der Fußball-Landesliga spitzt sich die Entscheidung über diese Fragen zu.

Der VfB Homberg, derzeit auf Platz zwei, ist beim 1. FC Viersen gefordert und schaut gleichzeitig mit einem Auge zur Warbruckstraße, wo der FSV Duisburg mit einem Sieg über den aktuellen Spitzenreiter 1. FC Kleve auf jeden Fall den dritten Rang hinter sich lassen würde. In der letzten Runde steigt dann der Showdown zwischen dem VfB und dem FSV am Rheindeich.

FSV Duisburg – 1. FC Kleve (So., 15.30 Uhr): Es gibt natürlich auch die gegenteilige Perspektive für das Team aus dem Duisburger Norden. Bei einer eigenen Niederlage und einem gleichzeitigen Homberger Sieg wäre der FSV wohl raus aus der Aufstiegsverlosung – angesichts des momentan zehn Treffer schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem VfB bräuchte es dann am letzten Spieltag schon einen Sieg mit mindestens sechs Toren Unterschied. „Mir ist klar, dass wir nicht verlieren dürfen, aber damit beschäftige ich mich auch gar nicht“, baut Günter Abel darauf, in seinem vierten Spiel als FSV-Trainer den vierten Sieg einzufahren. Wobei das aus seiner Sicht kein Muss ist: „Uns muss klar sein, dass auch bei einem Unentschieden noch nichts vorbei ist. Dann wären wir, wenn wir Homberg schlagen, immer noch mindestens Zweiter.“ Und vielleicht sogar Meister, wenn der DSV 1900 zum Saisonfinale in Kleve den beiden Lokalrivalen einen Gefallen tut. Angesichts der Konstellation sieht Abel die Schwanenstädter sogar viel mehr unter Druck – denen könnte bei einem Remis nämlich der lange eingenommene erste Platz flöten gehen. Denkbar ist, dass bei den Gastgebern Issa Issa wieder in die Startelf zurückkehrt. Der FSV hat keine Personalsorgen.

1. FC Viersen – VfB Homberg (So., 15 Uhr): Die Gelb-Schwarzen müssen wie schon seit Wochen abliefern – und zwar Dreier. Abwehrspieler Julian Dusy glaubt fest daran, dass sein Team sowohl mit dem Druck klar kommt als auch genug Körner in der Schale hat: „Es ist nicht so, dass wir uns über die Ziellinie quälen. Uns geht garantiert nicht die Luft aus. Wir sind im bisherigenVerlauf den meisten Teams konditionell überlegen gewesen.“

Die große Chance, die sich für Homberg bietet, ist zum Greifen nah. Trainer Stefan Janßen wird keine Extra-Motivation einfließen lassen müssen. „Wer es jetzt nicht begriffen hat, der ist fehl am Platz. Wir haben jetzt noch zwei Spiele – oder eventuell sogar vier Begegnungen, wenn es die beiden Aufstiegspartien gegen den Zweiten der Parallelgruppe für uns geben sollte. Ich bleibe dabei: Wir hätten es nach der Rückserie verdient, direkt in die Oberliga aufzusteigen.“ Julian Dusy weiß allerdings, dass er mit dem VfB in Viersen nichts geschenkt bekommt. In der Hinrunde gab es ein 1:1 – Torjäger Marcel Kalski flog nach einer Fehleinschätzung des Schiedsrichters, der ein Stolpern als Tätlichkeit wertete, vom Platz. Kalski liegt aktuell bei 27 Toren. „Damit“, sagt der Knipser, „habe ich mein erstes Ziel erreicht. Ich wollte 25 Treffer für Homberg machen. Aber ehrlich gesagt hätten es jetzt 35 Stück sein müssen. Ich habe einiges liegen gelassen.“ Möglicherweise hat sich der 24-Jährige auch noch ein paar Böller für das Finale aufgehoben. Erst Viersen, dann zu Hause gegen den FSV Duisburg: Der VfB kann den ganz großen Coup landen...

Unterdessen laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Mit Yusuke Unoki verpflichteten die Gelb-Schwarzen einen 20-jährigen Japaner, der im Probetraining voll einschlug. Der in Tokio geborene Offensivspieler kickte zuletzt für Reysol Kashiwa. Auch im Torwartbereich sind die Verantwortlichen des ambitionierten Landesligisten fündig geworden. Von Schwarz-Weiß Essen wechselt Dario Roberto an den Rheindeich. Der 19-Jährige kämpft mit Philipp Gutkowski künftig um die „Nummer eins“.

Autor: Thomas Kristaniak / Thomas Tartemann

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