Wer hätte vor der Saison darauf getippt, dass Rot Weiss Ahlen bei fünf Absteigern die Regionalliga West hält? Kaum jemand!

RW Ahlen

Antwerpen freut sich für "seine Jungs"

Krystian Wozniak
24. Mai 2016, 11:10 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Wer hätte vor der Saison darauf getippt, dass Rot Weiss Ahlen bei fünf Absteigern die Regionalliga West hält? Kaum jemand!

Die Experten waren sich einig: Mit diesem Kader und dem geringen Budget wird Ahlen es ganz schwer haben in der Liga zu bestehen. Am Ende belehrte die Mannschaft von Marco Antwerpen und seinem Co-Trainer Uwe Peters die Kritiker eines Besseren - und wie: Ahlen siegte nicht nur am letzten Spieltag beim Vorjahresmeister Borussia Mönchengladbach II und feierte so den Klassenerhalt, sondern durfte sich am Ende auch bester Aufsteiger nennen. "Viele haben ja beispielsweise Velbert stark eingeschätzt. Eine Mannschaft, die viel Erfahrung hat und seit einiger Zeit schon zusammen spielte. Ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft. Sie hat Großartiges geleistet", betont der Fußballlehrer.

Ich freue mich einfach für die Jungs. Wir waren ein tolles Team
Marco Antwerpen

Dass der 45-Jährige samt seines Assistenten Peters ausgerechnet vor dem Gladbach-II-Spiel freigestellt wurde, hat natürlich auch für den Ex-Profi einen faden Beigeschmack: "Ich hätte mir meinen Abschied natürlich anders vorgestellt. Aber es war ja nicht unsere Entscheidung, sondern die des Vereins. Damit müssen wir leben."

So oder so: Antwerpen darf sich als Ahlener Erfolgstrainer titulieren. Mit ihm stieg die Mannschaft trotz arger finanzieller Probleme, inklusive einer Plan-Insolvenz, auf, feierte den Klassenerhalt in der Regionalliga und steht am 28. Mai noch im Westfalenpokalfinale. "Ich freue mich einfach für die Jungs. Wir waren ein tolles Team. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft auch am Samstag gegen Wattenscheid 09 nochmal Vollgas geben wird, um die tollen Ahlener Fans am Ende glücklich zu machen. Ich wünsche dem Verein alles, alles Gute für die Zukunft", zeigt Antwerpen trotz seiner Freistellung kurz vor Saisonende große Klasse.

Er muss aber auch nicht lange trauern: Am 1. Juli übernimmt der ehemalige Angreifer von Preußen Münster das Traineramt beim FC Viktoria Köln.

Autor: Krystian Wozniak

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren