Noch drei Spieltage stehen in der Fußball-Oberliga an. Dass die TSG Sprockhövel eine große Saison gespielt hat, ist schon jetzt klar.

TSG Sprockhövel

Der nächste Matchball soll sitzen

Heiner Wilms
14. Mai 2016, 10:37 Uhr
Foto: Nils Heimann

Foto: Nils Heimann

Noch drei Spieltage stehen in der Fußball-Oberliga an. Dass die TSG Sprockhövel eine große Saison gespielt hat, ist schon jetzt klar.

Noch nicht sicher ist allerdings, wie es für die TSG am Ende ausgeht - drei Möglichkeiten gibt es.

Die Sprockhöveler können die Saison noch als Meister beenden, denn der Rückstand auf den Tabellenführer Sportfreunde Siegen, der sich zuletzt eine Heimniederlage gegen Beckum leistete, beträgt nur einen Punkt.

Zweite Möglichkeit: Die TSG Sprockhövel steigt als Vizemeister in die Regionalliga auf, aber es kann auch noch passieren, dass aus dem Klassensprung gar nichts wird, denn der Vorsprung auf den SV Lippstadt beträgt nur noch fünf Punkte - neun Zähler sind noch zu vergeben. Möglich ist auch, dass die TSG schon am Pfingstwochenende aufsteigt. Voraussetzung dafür ist, dass Lippstadt am Samstag das Heimspiel gegen Eintracht Rheine verliert und die TSG am Montag das Auswärtsspiel gegen Rhynern gewinnt.

Sprockhövels Trainer Andrius Balaika wäre es natürlich nicht unrecht, wenn es so käme. „Wir haben zuletzt Matchbälle vergeben, den nächsten wollen wir nutzen“, sagt der Litauer, der bei seiner Mannschaft eine positive Anspannung verspürt. „Es geht jetzt darum, einer überragenden Saison noch die Krone aufzusetzen. Es kribbelt schon ein bisschen. Es ist aber nicht so, dass wir vor lauter Aufregung nicht mehr schlafen können“, sagt Balaika, der in Sachen Aufstieg ja ein ausgewiesener Experte ist. Sollte er die TSG-Oberliga-Mannschaft tatsächlich in die Regionalliga bringen, dann wäre das für ihn der dritte Klassensprung in Folge. Denn bekanntlich führte Balaika zuletzt die TSG-A-Jugend zu diversen Aufstiegen. Zunächst von der Landes- in die Westfalenliga und dann im direkten Anschluss sogar von der Westfalen- in die Bundesliga.

Diese beide Aufstiege haben schon ihren festen Platz in der Vereinshistorie, für den nächsten muss aber noch hart gearbeitet werden. Denn für die TSG stehen noch schwierige Spiele an. Auf der Zielgeraden geht es gegen die Mannschaften, gegen die in der Hinrunde verloren wurde – gegen Erkenschwick, das am vergangenen Sonntag im Baumhof ein 2:2 holte, unterlag die TSG in der Hinserie mit 1:2, gegen den aktuellen Gegner Rhynern mit 0:1 und gegen den nächsten, den SuS Neuenkirchen, gar mit 0:4. Im letzten Saisonspiel geht es dann noch gegen Absteiger SV Zweckel. Dieses Spiel wurde in der Hinrunde vorgezogen, gehörte also nicht zu den letzten drei Partien des Jahres 2015.

Nicht nur wegen der Niederlage im Hinspiel hat Andrius Balaika vor dem SV Rhynern großen Respekt. Zuletzt kam Rhynern zu einem 5:0-Auswärtssieg gegen Neuenkirchen, also gegen die Mannschaft, gegen die die TSG in der Hinrunde mit 0:4 verloren hat. Aber eigentlich zeigen solche Resultate auch, dass sie alles und nichts bedeuten, dass man sie also nicht überbewerten soll. So sieht es auch Andrius Balaika, der ja immer betont, dass man nur auf sich selbst und auf das nächste Spiel schauen soll.

Autor: Heiner Wilms

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