Hannes Wolf, U19-Trainer des BVB, hat großen Respekt vor dem Halbfinal-Gegner 1860 München. Er weiß auch um die Stärken seiner Mannschaft.

BVB U19

Halbfinale mit zwei Profis

Sebastian Weßling
09. Mai 2016, 21:40 Uhr
Foto: firo

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Hannes Wolf, U19-Trainer des BVB, hat großen Respekt vor dem Halbfinal-Gegner 1860 München. Er weiß auch um die Stärken seiner Mannschaft.

Die Bühne ist bereitet: Dort, wo sonst die Profis von Borussia Dortmund um Punkte und Pokale kämpfen, darf am Dienstagabend (20 Uhr/Sport1) die U19 von Borussia Dortmund ihr Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft betreten. Gegen 1860 München gilt es, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Pfingstmontag in München zu verschaffen. BVB-Trainer Hannes Wolf rechnet mit einem starken Gegner: „1860 hat im Süden über weite Strecken dominiert“, sagt er. „Sie haben ihre letzten drei Spiele verloren, aber das darf man nicht überbewerten.“ Denn da waren die Münchener schon für die Endrunde qualifiziert und es ging nicht mehr wirklich um etwas.

„1860 hat hohes fußballerisches Potenzial und wird uns alles abverlangen“, sagt Wolf – ist aber auch von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt: „Wir haben mit Schalke und Bochum zwei fantastische Mannschaften hinter uns gelassen, die eine starke Saison gespielt haben.“ Ein Favorit ist nicht auszumachen – weil es schlicht keine Vergleichsmöglichkeiten gibt. München spielt in der Bundesliga Süd, Dortmund in der Weststaffel – so gab es in der laufenden Saison noch kein Aufeinandertreffen.

Für den BVB könnte sprechen, dass man die aktuelle Situation zur Genüge kennt. Sowohl der Jahrgang 97 als auch der Jahrgang 98 standen mit der U17 nicht nur im Halbfinale, sondern holten sogar die Meisterschaft. Trainer in beiden Spielzeiten: Hannes Wolf. „Das ist wie ein Märchen, wie die letzten drei Jahre gelaufen sind“, sagt der. „Aber jetzt wollen wir dafür kämpfen, dass das Beste noch vor uns liegt.“

Pulisic und Passlack mit dabei

Dabei kann der Trainer auf prominente Hilfe zurückgreifen: Felix Passlack und Christian Pulisic, die seit dem Winter fest zum Profikader gehören und dort schon ihre Einsätze hatten. „Eine Wahnsinnsgeschichte“, nennt Wolf das. Aber: „Die wäre aber ohne die anderen Spieler nicht möglich gewesen.“ Nur dank des hohen Trainingsniveaus, das die Mitspieler garantierten, hätten es die beiden so weit schaffen könne. „Das wissen sie auch, und deswegen werden sie sich morgen zerreißen.“

Das gilt auch für die restliche Mannschaft: „Wir müssen das Beste von uns zeigen“, fordert der Trainer. „Konzentriert gegen den Ball spielen, hellwach sein. Wir müssen unsere Fähigkeiten und unsere Geschwindigkeit auf den Platz bringen. Nur mit Motivation wird es nicht gehen.“

Autor: Sebastian Weßling

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