RWE hat einen Punkt im Abstiegskampf geholt. Bei der U23 des FC Schalke gab es ein 0:0. Die Abwehr stand stabil, aber im Angriff fehlte der letzte Punch.

RWE

Die Abwehr steht, im Angriff stockt es

24. April 2016, 11:07 Uhr
Foto: Tillmann

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RWE hat einen Punkt im Abstiegskampf geholt. Bei der U23 des FC Schalke gab es ein 0:0. Die Abwehr stand stabil, aber im Angriff fehlte der letzte Punch.

Seit gut drei Wochen ist Sven Demandt der neue Chef an der Seitenlinie bei Rot-Weiss Essen. Nachdem die Mannschaft von der Hafenstraße unter seinem Vorgänger Jan Siewert immer mehr in den Abstiegsstrudel geraten war, geht es nun Schritt für Schritt aus ihm heraus. Und das liegt vor allem an einer stabileren Verteidigung.

Im Derby bei der U23 des FC Schalke hielt die Essener Hintermannschaft stand. Insgesamt ließen die Rot-Weissen nur wenige Torchancen zu und wenn es mal gefährlich wurde, dann fast nur aus der Distanz. Lediglich der Schalker [person=32287]Bernhard Tekpetey[/person] hatte kurz vor dem Ende die Chance aus sieben Metern zur Führung zu treffen, doch er vergab. Sonst brannte im Essener Strafraum kaum etwas an und auch Torhüter [person=12310]Niklas Heimann[/person] war ein sicherer Rückhalt. „Wir haben sehr gut verteidigt, das war wichtig“, sagte Demandt nach der Partie. Und auch sein Stürmer [person=2063]Marcel Platzek[/person] war zufrieden mit seinen Teamkollegen in der Abwehr: „Der Trainer will, dass wir die ‚Null‘ halten. Das ist uns gelungen.“

RWE wirkte sehr kompakt und packte in den richtigen Momenten zu. Auch in den meisten Zweikämpfen waren die Essener gegen die quirligen und flinken Schalker präsent, was vor wenigen Wochen nicht immer der Fall war. Seit Demandt das Ruder an der Hafenstraße übernommen hat, kassierte seine Mannschaft vier Gegentreffer. In vier absolvierten Begegnungen durchaus eine akzeptable Bilanz, aber für die ganz großen Punkte reichte das bislang noch nicht. Zwar gab es auch schon zwei Siege, doch in Erndtebrück und auch bei der U23 des FC Schalke fehlte die Konsequenz im Abschluss. So vergab beispielsweise Stürmer Frank Löning kurz nach der Pause die beste Chance der Partie, als er ziemlich unbedrängt den Ball nur an die Latte und nicht ins Tor schoss. „Es haben nur wenige Zentimeter gefehlt. Ich mache Frankie da überhaupt keinen Vorwurf, beim nächsten Mal ist er drin“, sagt sein Sturmpartner Platzek.

Die ersten Änderungen von Demandt sind jedenfalls sichtbar. Im Training arbeitet der neue Coach gut und das merken auch seine Spieler. „Ich kenne Sven schon länger. Er vermittelt uns seine Ansichten sehr gut und sagt, wie wir sie umsetzen sollen. Das klappt auch ganz gut“, erklärt Marcel Platzek.

Obwohl der 25-Jährige das 0:0 gegen Schalke als „einen gewonnen Punkt“ bezeichnet, ärgert ihn natürlich, dass es nicht zu einem Sieg gereicht hat: „Das ist schade“, sagt Platzek, „aber am Mittwoch gegen Velbert halten wir wieder die ‚Null‘, hauen den Ball vorne rein und gewinnen.“ Das Ziel ist also klar, jetzt liegt es an der Umsetzung. Aber wenn es im Angriff bald genau so läuft, wie in der Defensivarbeit, dann dürfte Rot-Weiss Essen die nötigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Und das wäre auch ein Verdienst des neuen Trainers Sven Demandt.

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