Mit einer sensationellen Hinrunde hat die Spvg Schonnebeck die gesamte Oberliga Niederrhein aufmischen können. Zeitweise durfte sogar von der Regionalliga geträumt werden.

Spvg Schonnebeck

Die Gründe für den Einbruch

20. April 2016, 16:36 Uhr
Foto: Tillmann

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Mit einer sensationellen Hinrunde hat die Spvg Schonnebeck die gesamte Oberliga Niederrhein aufmischen können. Zeitweise durfte sogar von der Regionalliga geträumt werden.

Doch die Rückrunde hat bislang nicht gehalten, was die Hinserie versprochen hat. Aus dem möglichen Kampf um die Meisterschaft sind mittlerweile 17 Punkte Rückstand auf den Wuppertaler SV geworden, in der Rückrundentabelle steht sogar nur Platz 16 zu Buche. Für den Schonnebecker Linienchef Dirk Tönnies kommt dies allerdings nicht allzu überraschend: "Ich habe nicht umsonst gesagt, dass wir den Ball flach halten müssen, auch wenn mir das manchmal wohl keiner abgenommen hat. Es lief teilweise noch einen Ticken besser als nur optimal."

Die Gründe für den vermeintlichen Einbruch nach der Winterpause sind für die Essener jedoch klar und ersichtlich. Zum einen ist da die Verletztenmisere. "Bei unserem kleinen Kader konnten wir manche Ausfälle einfach nicht kompensieren", bringt es Tönnies auf den Punkt. Leistungsträger wie Kai von der Gathen oder Soufian Rami sind für den Aufsteiger einfach nicht gleichwertig zu ersetzen. "Zum anderen war allerdings auch Pech dabei", behauptet Tönnies und führt als Gründe zwei Beispiele an: "Zweimal wurden uns wichtige, vielleicht spielentscheidende Treffer aberkannt, wie zum 3:2 gegen den ETB in der Nachspielzeit oder der Ausgleichstreffer gegen Hiesfeld, bei dem ich mir sicher bin, dass Georgios Ketsatis nicht im Abseits gestanden hat. Aber es ist nun mal so: Wenn es läuft, dann zählen sie, wenn nicht, dann nicht. Ein Ball, der letztes Jahr noch reingegangen wäre, geht nun an den Pfosten oder knapp daneben."

Die Schonnebecker können diese kleine Negativphase aber mit Ruhe betrachten. Schließlich sind 46 Punkte bereits auf der Habenseite, ein Abrutschen auf den Abstiegsplatz ist bei 14 Punkten Vorsprung und nur noch sechs auszutragenden Partien gerade einmal in den kühnsten Träumen der Theorie möglich. Der Sieg gegen die U23 des MSV Duisburg ordnete Tönnies allerdings als den Beginn einer Trendwende ein. Schließlich haben die Grün-Weißen immer noch Ziele für den Rest der Spielzeit: "Wir wollen auf jeden Fall in den Top fünf die Saison beenden. Wir werden alles tun, kratzen, beißen, um diese Position noch zu verteidigen." Und schließlich winkt noch der Minititel des besten Aufsteigers, dort hat die Tönnies-Elf noch vier Punkte Vorsprung auf den SC Düsseldorf-West.

Aus Sicht des Trainers wäre ein Durchmarsch in die Regionalliga ohnehin zu früh gekommen: "Es ist schön, dass wir uns über so etwas Gedanken machen konnten und der Verein mit dem Lizenzantrag ein Signal gesetzt hat, das dann auch stemmen zu wollen. Allerdings zeigt das Beispiel Kray auch, dass uns das vielleicht auch nicht gut getan hätte. Der Verein sollte anstreben, sich langfristig in der Oberliga zu etablieren, das ist vielleicht schon Jahr für Jahr Herausforderung genug."

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