Sein Formtief hat Schalkes Leroy Sané abgeschüttelt. Er ist bereit für das Derby. Sané könnte im Duell mit dem BVB den Unterscheid ausmachen.

FC Schalke 04

Leroy Sané ist wieder ein Hoffnungsträger

Elmar Redemann
07. April 2016, 11:04 Uhr
Foto: firo

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Sein Formtief hat Schalkes Leroy Sané abgeschüttelt. Er ist bereit für das Derby. Sané könnte im Duell mit dem BVB den Unterscheid ausmachen.

Geknickt trottete Leroy Sané am 8. November 2015 vom Rasen. Dabei hatte er eine gute Derby-Premiere gefeiert, sogar ein Tor vorbereitet. Es änderte nichts an der 2:3-Niederlage.

Damals lief er in ganz ungewöhnlicher Rolle auf: Sané durfte nicht als Flügelflitzer, sondern als zweiter Mittelstürmer in der Angriffsmitte auflaufen.

Ein taktischer Kniff, der freilich keine ganz so große Überraschung mehr wäre, wenn Schalke-Trainer André Breitenreiter ihn nun zum zweiten Mal aus dem Hut ziehen würde. Doch egal, ob auf der Außenbahn oder etwas zentraler – da Sané sein Formtief des Winters abgeschüttelt hat, ist er ein Spieler, der für Schalke den Unterschied ausmachen kann.
Davon sind auch die Experten überzeugt: „Sané hat schon desöfteren bewiesen, dass er in der Lage ist, etwas Besonderes zu leisten“, meint Schalkes Stürmerlegende Klaus Fischer.

Auch Willi „Ente“ Lippens, der von 1976 bis 1979 für den Rivierrivalen am Ball war, hat großen Respekt vor Sanés Klasse: „Er könnte den Unterschied ausmachen.“ Dass der 20 Jahre alte Sprinter zum Derby-Helden wird, wagt der frühere Linksaußen Lippens aber zu bezweifeln: „Er ist noch sehr jung und deshalb vielleicht auch ein bisschen nervös:“

Im Hinspiele sorgte Sané für Furore

Nach dem mehr als ordentlichen Auftritt in Dortmund in dieser Hinrunde, steht dies aber eigentlich nicht zu befürchten. Damals zündete Sané seinen Turbo in der bekannten Manier, hebelte so die Borussen-Abwehr aus und bediente den freistehenden Teamkollegen Klaas-Jan Huntelaar mustergültig zum Ausgleich.

Der war am Ende jedoch Makulatur. Dementsprechend groß war der Frust bei Sané. „Wir hatten auf jeden Fall einen Punkt verdient”, meinte er damals. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben es den Dortmundern sehr schwer gemacht, aber es hat leider nicht gereicht.”
Seinerzeit beflügelte ihn die eben ausgesprochene erstmalige Nominierung zur A-Nationalmannschaft. Nun hofft Sané sogar, mit zur Europameisterschaft genommen zu werden. „Klar, für jeden Spieler ist die EM das Ziel“, sagt der 20-Jährige. Die Olympia-Teilnahme wäre nur ein Trostpflaster.

Autor: Elmar Redemann

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