„Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen steckt in der Krise und empfängt ausgerechnet den Spitzenreiter SF Lotte.

Wiederholung erwünscht

2013 beendete RWE Lottes Erfolgsserie

Ralf Wilhelm
02. April 2016, 09:22 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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„Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen steckt in der Krise und empfängt ausgerechnet den Spitzenreiter SF Lotte.

Ein Erfolg gegen das Ausnahmeteam könnte möglicherweise den ersehnten Auftrieb geben.“ Haben Sie schon einmal gelesen? Stimmt! Im November 2013 war es, in dieser Zeitung, damals kamen die Lotter mit der Empfehlung von 15 Spielen ohne Niederlage an die Hafenstraße.

Schon nach 30 Sekunden bediente Kevin Grund in der Mitte Marcel Platzek, der die Kugel im Sitzen in die Maschen murmelte. Danach spielten die vom damaligen Trainer Waldemar Wrobel betreuten Essener wie aus einem Guss. Kevin Pires-Rodriguez markierte noch vor der Pause das erlösende 2:0, der 2:1-Anschlusstreffer des entzauberten Spitzenreiters durch Kevin Freiberger in der 86. Minute kam viel zu spät.

RWE taumelt durch die Saison
Die drei Protagonisten werden auch am Samstag (14 Uhr, live in unserem Ticker) im Stadion Essen dabei sein. Aber wenn sich die Geschichte wiederholt, geht es diesmal für die Gastgeber nicht gut aus, schließlich hat Pires-Rodriguez mittlerweile die Seiten gewechselt. RWE taumelt noch tiefer durch die Saison und bei Lotte, die ebenfalls zu Beginn der Spielzeit einen großen personellen Umbruch hinter sich haben, geht es einfach weiter wie damals: Die Stärke des Teams von Trainer Ismail Atalan ist, dass sie einfach keine Schwäche haben, jedenfalls keine, die man vordergründig erkennt. Zahlen lügen nicht, und die von RWE-Coach Jan Siewert vorgetragenen schon gar nicht: „Wir sind in der Heimtabelle Sechster mit 26 Punkten, aber auswärts nur 17. mit ganzen acht Zählern. Lotte dagegen punktet durchgängig, egal, ob daheim oder in der Ferne. Die Mannschaft besticht durch ihre Kompaktheit und Geschlossenheit, da wird es schwierig, die Lücken zu finden.“ Und wenn sie sich dann doch einmal ergeben sollten, wird man eine effektivere Ausbeute an den Tag legen müssen als zuletzt bei Viktoria Köln.

Schon möglich, dass individuelle Momente am Ende den Ausschlag geben werden – und das schreit förmlich nach einem Einsatz des wieder zur Verfügung stehenden Marwin Studtrucker, der Lücken in die Abwehrreihe reißen kann. Ein Dreier täte auch der weiteren Beschäftigung von Trainer Siewert gut, folgen darauf doch die heiklen Auswärtsaufgaben in Ahlen und Erndtebrück innerhalb von fünf Tagen. Doch der Fokus bei RWE liegt ganz auf Lotte. „Seitdem ich hier in Essen bin, investiere ich meine ganze Arbeit in den Verein - und im Moment noch ein Stück mehr“, betont Siewert. Nun liegt der Ball allein bei seinem Team.

Autor: Ralf Wilhelm

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