Schalke und die deutsche Nationalmannschaft - für viele Fans der Königsblauen scheint das ein anhaltendes Missverständnis zu sein.

Schalke und die Nationalelf

Ein Silberstreif am Horizont

31. März 2016, 11:10 Uhr
Foto: firo

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Schalke und die deutsche Nationalmannschaft - für viele Fans der Königsblauen scheint das ein anhaltendes Missverständnis zu sein.

Diese dürften sich in der vergangenen Woche bestätigt gefühlt haben, denn es sieht erstmal nicht danach aus, als wenn die Gelsenkirchener eine größere Fraktion nach Frankreich entsenden dürften.

Torhüter Ralf Fährmann ist laut Bundes-Torwarttrainer Andreas Köpke trotz seiner bestechenden Form höchstens die Nummer sechs auf der Rangliste. Vor ihm rangieren nicht nur Manuel Neuer, sondern auch Marc André ter Stegen, Kevin Trapp, Bernd Leno sowie Schlusslicht-Schlussmann Ron-Robert Zieler. Aus Schalker Sicht bleibt allein zu hoffen, dass Fährmann nach der DFB-Absage eine Trotzrekation zeigt - und genau so gut weiterhält wie bisher. Besser geht ja kaum. Das Hintertürchen für eine kurzfristige Nominierung ist allerdings sehr klein und würde sich nur dann einen Spalt breit öffnen, wenn sich noch Konkurrenten um den Platz hinter Neuer verletzen.

Auch die EM-Hoffnungen von Benedikt Höwedes bekamen unlängst einen heftigen Dämpfer. "Höwedes steigt nächste Woche zunächst einmal ins Balltraining ein, und dann sind es nur noch sechs Spiele", meinte Trainer André Breitenreiter im Gespräch mit dieser Redaktion mit Blick auf die Aussichten des verletzten Kapitäns. Dass Höwedes in Frankreich erneut solch eine großartige Rolle wie vor zwei Jahren bei der WM in Brasilien spielen kann, scheint ausgeschlossen.

Träumen dürfen hingegen die Jungen. Das Trio Leon Goretzka, Max Meyer und Leroy Sané wurde zwar nicht zur A-, sondern nur zur U21-Nationalmannschaft berufen. Während Goretzka kurzfristig angeschlagen abreisen musste, konnten die beiden Letztgenannten im Team von Horst Hrubesch aber einmal mehr auftrumpfen. Das ist auch dem Bundestrainer nicht entgangen. Goretzka und Meyer bezeichnete Löw im Anschluss an den 4:1-Sieg gegen Italien als "sehr interessante Spieler", als er gefragt wurde, welche Nachwuchsspieler denn noch auf den EM-Zug aufspringen könnten.

Hitzlsperger hält Appell für Sané-Nominierung

Die Chancen von Sané dürften nicht schlechter stehen, denn der 20-Jährige scheint sein Tief, in dem er nach der Winterpause steckte, überwunden zu haben. Außerdem hat Sané einen prominenten Fürsprecher. "Joachim Löw sollte Leroy Sané mitnehmen", hatte Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger im ARD-Sportclub gefordert. "Ich habe ihn wirklich häufiger gesehen, er ist einer von den jungen Spielern, die sich so viel trauen. Die immer wieder draufgehen, Gegenspieler ausspielen, das ist das Besondere und er macht das Besondere aus. Er war ja schon mal gegen Frankreich dabei. Solche Spieler machen den Unterschied aus, deshalb sollte er dabei sein."

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