Abgetaucht ist der VfL Bochum am Montag. In der stillgelegten Zeche Auguste Victoria in Marl ging es für die Kicker „unter Tage“ – eine sogenannte Team-Building-Maßnahme.

Luthe über möglichen Wechsel

"Es würde mich nicht wundern"

Cristo Kambouris
24. März 2016, 08:03 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Abgetaucht ist der VfL Bochum am Montag. In der stillgelegten Zeche Auguste Victoria in Marl ging es für die Kicker „unter Tage“ – eine sogenannte Team-Building-Maßnahme.

Trainer Gertjan Verbeek – handwerklich sehr interessiert; als Beleg dient die selbst zusammengezimmerte Blockhütte in der Heimat – hat den Ausflug in das Stück Pott-Geschichte initiiert.

[vote]858[/vote]

Aufgetaucht ist ein alter Bekannter beim Training am Mittwoch Vormittag – Andreas Luthe. Für den Keeper, der seit Dienstag mit dem Bundesligisten FC Augsburg in Verbindung gebracht wird, war es die erste Einheit nach der Pause aufgrund einer Zerrung. Er absolvierte abseits der Mannschaft ein Einzeltraining. Die Nachfrage der WAZ, ob an den Transfergerüchten etwas dran sei quittierte der Torwart mit einem süffisanten Lächeln: „Mein Vertrag läuft aus. Es würde mich nicht wundern.“

Neben Luthe ist auch Timo Perthel wieder dran. Zumindest kehrte der angeschlagene Linksverteidiger zurück ins Individualtraining. Perthel hat den Bochumer zu Hause beim 2:2-Unentschieden gegen Greuther Fürth gefehlt. Ein Duo ist damit wieder auf dem Weg, ein Trio dagegen weg: Michael Maria, Janik Harberer und David Niepsuj sind auf Länderspielreise. So ergänzten U19-Spieler den Stamm beim Training.
Auf ähnlichen Wegen wie die Profis wandeln auch Gökhan Gül und Görkem Saglam, aus dem VfL-Talentwerk, die für die Länderspiele gegen Frankreich (24. und 28. März) im Aufgebot der deutschen U-18 Nationalmannschaft stehen. DFB-Trainer Guido Streichbier hat die beiden Nachwuchsspieler in den Kader berufen, wobei Saglam nachnominiert wurde.

Test gegen Düsseldorf

Um in keinen Feiertags-Trainings-Trott zu geraten und den Wettkampfrhythmus aufrechtzuerhalten, ist für heute ein Testspiel gegen Fortuna Düsseldorf angesetzt. Ort und Zeit sind jedoch nicht bekannt, da das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Sicherheitsvorkehrungen sind das maßgebende Argument hierfür.
Trainer Verbeek könnte somit vor Beginn der Ostertage, und ehe es zum Topspiel nach Leipzig geht, ohne die Argusaugen der Zaungäste Neues mit der Mannschaft ausprobieren – von Positions-, Spieler- bis hin zu Taktikwechsel. Auch wenn der Aufstieg momentan einer Auferstehung von den Toten gleichkäme, ein Sieg gegen RasenBallsport könnte den ein oder anderen Ungläubigen wieder Hoffnung geben.

Gleichermaßen würden die Bochumer einen schon längst aus den Augen verlorenen Konkurrenten zumindest ins Grübeln stürzen. Zudem bleibt es ein Duell der Dualität: graue Maus gegen rote Bullen, Tradition gegen Kommerz, Aufstiegsplatzanwärter gegen Verteidiger.

Autor: Cristo Kambouris

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren