Am Ostermontag steigt das lang erwartete Top-Spiel in der Oberliga Westfalen: Der SV Lippstadt muss als erster Verfolger zum Spitzenreiter nach Sprockhövel.

Sprockhövel - Lippstadt

Spitzenspiel elektrisiert Westfalen

Pascal Biedenweg
27. März 2016, 13:56 Uhr
Foto: Nils Heimann

Foto: Nils Heimann

Am Ostermontag steigt das lang erwartete Top-Spiel in der Oberliga Westfalen: Der SV Lippstadt muss als erster Verfolger zum Spitzenreiter nach Sprockhövel.

RevierSport sprach vor der Partie mit beiden Trainern Andrius Balaika (TSG Sprockhövel) und Stefan Fröhlich (SV Lippstadt):

[person=6083]Andrius Balaika[/person] und [person=30646]Stefan Fröhlich[/person], am Ostermontag steht das Spitzenspiel vor der Tür. Was erwarten Sie beide von dieser Partie?
Balaika: Zumindest wird es ein sehr enges und spannendes Spiel, aus dem wir gerne mit drei Punkten rausgehen würden. Wir wissen um die enorme Qualität der Lippstädter. Wir müssen alles abrufen, um gegen diese starke Truppe zu bestehen.
Fröhlich: Wir freuen uns natürlich sehr auf diese Begegnung. Beide Vereine sind bereits seit einigen Wochen auf den Aufstiegsplätzen. Wir fühlen uns in der Rolle als Jäger sehr wohl und wollen Sprockhövel weiterhin unter Druck setzen.

Wir wollen uns für das Hinspiel revanchieren
Stefan Fröhlich (SV Lippstadt)

Der Start ins neue Jahr verlief bei beiden Teams komplett unterschiedlich. Lippstadt startete hervorragend in die Rückrunde, ließ in den letzten Spielen allerdings Federn. Sprockhövels erste Spiele waren eher mau, die TSG konnte allerdings die letzten Partien durchweg positiv gestalten. Wie erklären Sie sich diese Unterschiede?
Fröhlich: Wir wurden leider durch extremes Verletzungspech geplagt. Mich stimmt aber optimistisch, dass einige wichtige Spieler wieder zurückkommen und uns wieder mehr Sicherheit geben. Die TSG hat sich nach einem durchwachsenen Start ins neue Jahr wieder gefangen. Sie spielt einen äußert attraktiven Fußball. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit meines Kollegen in Sprockhövel.
Balaika: Uns war bewusst, dass auch Rückschläge kommen werden. Wir haben die ersten beiden Spiele sehr unglücklich bestritten, da wäre durchaus mehr drin gewesen. Meine Truppe hat sich davon aber nicht verunsichern lassen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, in dem man sein Glück durch viel Einsatz und Leidenschaft erzwingt. Das ist uns in den letzten Spielen wiederholt gelungen.

In der Oberliga Westfalen läuft alles auf einen Dreikampf mit Ihren beiden Teams und den Sportfreunden Siegen hinaus. Wie lauten die Ziele für den Rest der Saison?
Balaika: Es macht meiner Meinung nach momentan noch keinen Sinn vom Aufstieg zu sprechen. Allerdings haben wir uns vor kurzem zusammengesetzt und unsere Ziele neu definiert. Wenn man so lange oben mitmischt, will man natürlich das Maximum. Aber wir distanzieren uns klar von der Erwartungshaltung aufsteigen zu müssen. Wir planen auch absolut nicht zweigleisig. Wenn uns wirklich die Sensation gelingen sollte, dann werden wir personell nur wenige Kader-Änderungen durchführen. Uns fehlen schlicht und einfach die finanziellen Mittel, um große Sprünge zu machen.
Fröhlich: Ich kann mir gut vorstellen, dass Sprockhövel weiter marschieren wird. Deshalb erwarte ich einen Zweikampf mit Siegen um den zweiten Rang. Ich denke, dass die Sportfreunde mehr Druck haben als wir. Das könnte ein Vorteil für uns sein. Aber bis dahin werden noch eine Vielzahl an wichtigen Spielen bestritten. Jetzt wollen wir erstmal am Montag Sprockhövel schlagen. Ich kann mich noch gut an das Hinspiel (Anm. d. Red.: 1:1) erinnern. Dort haben sie uns in der 92. Minute sicher geglaubte drei Punkte geklaut und gefeiert, als hätten sie gewonnen. Dafür würden wir uns gerne revanchieren. Es wird ein heißer Tanz.

Autor: Pascal Biedenweg

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