TuRU Düsseldorf hat den Traum von der Regionalliga erst einmal ad acta gelegt. Präsident Heinz Schneider erklärt, warum.

TuRU Düsseldorf

(Noch) Kein Geld für die Regionalliga

17. März 2016, 14:49 Uhr
Foto: Neumann

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TuRU Düsseldorf hat den Traum von der Regionalliga erst einmal ad acta gelegt. Präsident Heinz Schneider erklärt, warum.

Als der WFLV am 15. März bekannt gab, welche Klubs die Lizenz für die Regionalliga West beantragt hatten, staunten viele nicht schlecht. Aus der Oberliga Niederrhein standen da Wuppertaler SV, SpVg Schonnebeck und KFC Uerdingen. Und wo war TuRU Düsseldorf? Die hatten keine Unterlagen eingereicht.

Für TuRU-Präsident Heinz Schneider nicht außergewöhnlich. In einem Gespräch mit Trainer Frank Zilles über die Zukunft der Düsseldorfer waren beide zu dem Ergebnis gekommen, dass ihre Mannschaft sportlich ohnehin aus dem Rennen sei. Auch wenn der Klub in den letzten Wochen einen deutlichen Aufwärtstrend aufzuweisen hat und auf Platz drei geklettert ist, ist der Abstand zu Tabellenführer Wuppertaler SV einfach zu groß, als dass es für die Bergischen noch einmal knapp werden würde in Sachen Aufstieg.

Ein weiteres Gespräch mit dem Vorstand ergab dann, dass der Klub außerdem aktuell nicht die finanziellen Mittel habe, um die höhere Liga stemmen zu können. Mitverantwortlich dafür sind auch die beiden Ligaspiele gegen den WSV und den KFC Uerdingen, die TuRU einen Verlust von je "2000 bis 3000 Euro" einbrachten, weil sie bei Sicherheitsspielen zum Flinger Broich ausweichen mussten. Geld, das für die Regionalliga fehlt.

Derartige Umzüge in ein anderes Stadion würden TuRU aktuell in der Regionalliga sogar noch häufiger erwarten. "Unser Stadion verfügt nicht über die notwendige Infrastruktur, um die Fantrennung zu gewährleisten", erklärt Schneider. "Deshalb haben wir am Ende keine Lizenz eingereicht, weil es viel zu teuer wäre."

Doch der TuRU-Boss, der in den letzten Wochen einige Gespräche mit der Stadt Düsseldorf geführt hat, verspricht: "Wir wollen in dieser Saison eine gute Platzierung erreichen, die Spieler weitestgehend halten und im nächsten Jahr wieder alles versuchen!" Bis dahin könnte der Volksgarten ausgebaut sein.

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