Der KFC Uerdingen hat ein neues Trainergespann. Vorerst.

KFC

Gotsche will es Kramny und Schubert nachmachen

Krystian Wozniak
03. März 2016, 10:37 Uhr
Foto: Tillmann

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Der KFC Uerdingen hat ein neues Trainergespann. Vorerst.

Denn wie schon am letzten Spieltag der vergangenen Regionalliga-West-Saison sollen Horst Riege und Gerd Gotsche die Mannschaft nach der Entlassung von Michael Boris auf Kurs bringen. Wir sprachen am Mittwochabend mit dem 47-jährigen Gotsche, der noch am Mittwoch seine erste Niederlage als offizieller Trainer der ersten Mannschaft einstecken musste. Die U19 unterlag nämlich mit Gotsche an der Seitenlinie mit 1:4 beim FC Büderich.

Gerd Gotsche, wie bewerten Sie Ihren ersten Tag als Trainer des KFC Uerdingen?
Wir haben um 11 Uhr und 16.30 Uhr trainiert. Für die Jungs ist es ein Tagesgeschäft. Sie sehen wie Trainer Kommen und Gehen. Da sind Leute wie Mo Idrissou, Silvio Pagano oder Timo Achenbach dabei, die schon in der 1., 2. oder 3. Liga gespielt haben. Den muss man nicht viel erzählen. Es ist für uns alle ein Neuanfang und wir wollen nicht in die Vergangenheit blicken. Es waren zwei sehr gute Einheiten. Leider konnte ich den Tag nicht krönen. Denn mit der U19 unterlagen wir nach einer richtig starken ersten Halbzeit sehr unglücklich mit 1:4.

Für wie lange ist Ihr Engagement als Trainer der Oberliga-Mannschaft geplant?
Es ist die gleiche Situation wie im Sommer: Horst Riege und ich sollen die Mannschaft interimsweise führen. Wir werden aber definitiv am Sonntag im Spiel bei Schwarz-Weiß Essen auf der Bank sehen. Dann werden wir sehen wie die Gremien entscheiden und ob ein neuer Mann übernimmt oder wir beide in die nächste Woche als KFC-Trainer gehen.

Es gibt viele Beispiele, wo aus einem Interimstrainer plötzlich eine feste Lösung wird. Träumen Sie auch davon?
Natürlich. Der KFC Uerdingen ist ein großer Traditionsklub und die Aufgabe ist äußerst attraktiv. Aber ich hätte auch zugesagt, wenn der Verein einen neuen E-Jugendtrainer suchen würde. Ich arbeite für den Verein und stehe zu Diensten. Klar ist aber auch, dass die erste Mannschaft das Aushängeschild und das Traineramt hier eine große Ehre ist. Es gibt doch in der jüngeren Bundesliga-Geschichte mit Jürgen Kramny in Stuttgart oder Andre Schubert in Mönchengladbach die besten Beispiele, dass der Feuerwehrmann plötzlich einen Festvertrag bekommt. Ich hätte auch nichts dagegen (lacht).

Wie vereinbaren Sie diese aktuelle Geschichte mit Ihrem Hauptberuf?
Ach, das ist schon in Ordnung. Ich bin kaufmännischer Leiter in einem mittelständischen Unternehmen und mein Chef kommt mir da sehr entgegen. Ich werde für die Trainingseinheiten freigestellt und komme dafür frühe in die Firma oder hole die liegengebliebenen Dinge an anderen Tagen nach.

Autor: Krystian Wozniak

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