Viktoria Köln kam vor heimischem Publikum gegen den SV Rödinghausen nur zu einer torlosen Punkteteilung.

Viktoria Köln

Enttäuschende Nullnummer gegen Rödinghausen

Judith Zacharias
27. Februar 2016, 18:11 Uhr
Foto: Tillmann

Foto: Tillmann

Viktoria Köln kam vor heimischem Publikum gegen den SV Rödinghausen nur zu einer torlosen Punkteteilung.

Damit verpasst es die Kaczmarek-Truppe, den Abstand auf die ersten beiden Tabellenplätze der Regionalliga West zu verkürzen.

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Die Partie vor 722 Zuschauern begann vielversprechend: Viktoria kam vor allem über die linke Angriffsseite zu gefährlichen Aktionen und verbuchte durch den Siegtorschützen des vergangenen Wochenendes, Lukas Nottbeck, bereits früh die erste Gelegenheit. Nottbeck verpasst eine Candan-Hereingabe jedoch haarscharf, sodass er den Ball nicht auf das Tor bringen konnte (6.).

In der Folgezeit blieb der Gastgeber spielbestimmend, baute seine Angriffe aber nicht temporeich und konsequent genug auf, um die gut gestaffelte Rödinghausener Abwehr zu knacken. Die Fans an der Merheimer Heide bekamen ein intensives Regionalligaspiel geboten, das die spielerische Klasse jedoch vermissen ließ und chancenarm blieb. Erst zum Ende der ersten Halbzeit wurde die Partie offener: Die Gäste lockerten ihre defensive Haltung und trauten sich mehr zu, wodurch auch die Räume für die Hausherren größer wurden.

SVR verdient sich Punkt dank starker zweiter Hälfte

In der Halbzeitpause schien vor allem Mario Ermisch die richtigen Worte gefunden zu haben. Nach dem Seitenwechsel agierte der Gast frischer und bissiger. Die Folge: Rödinghausen kam einige Male gefährlich vor den Kasten der Hausherren, bei denen Keeper Nico Pellatz immer stärker in den Mittelpunkt rückte. Die größte Chance vergab Stefan Langemann, der allein im Strafraum auftauchte – Pellatz parierte großartig mit der linken Fußspitze (56.). Viktoria war in dieser Phase der Begegnung vollkommen abgetaucht und traute sich erst in der Schlussphase wieder in die Offensive: Die wütenden Angriffe der Rechtsrheinischen blieben jedoch zu statisch, als dass sie Rödinghausen ernsthaft in Verlegenheit bringen konnten. In der Schlussphase zappelte der Ball zwar im Netz, doch Reimerink hatte nach Candan-Pass aus Abseitsposition getroffen (87).

Auf Grund der starken zweiten Hälfte entführen die Gäste verdientermaßen einen Punkt aus Höhenberg. Die Viktoria, die nach der Niederlage im Hinspiel (2:4) auch die zweite Ligabegegnung gegen den SVR nicht gewinnen kann, muss den nächsten Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft hinnehmen und verweilt mit deutlichem Abstand auf die Spitzenteams aus Gladbach und Lotte auf dem dritten Tabellenplatz.

Die Stimmen zum Spiel:
Tomasz Kaczmarek (Trainer Viktoria Köln): „Das war ein 0:0 der schlechteren Sorte und kein gutes Spiel von uns. Ich kann mich heute über wenig freuen außer über die Tatsache, dass wir zum dritten Mal zu null gespielt haben. Insgesamt war zu wenig Leben, zu wenig Energie, zu wenig Körpersprache in unserem Spiel. Man hat heute nicht von Anfang an gesehen, dass wir gewinnen wollen. Wir sind auf eine abgezockte Mannschaft getroffen, die gut vorbereitet war und uns frustrieren wollte. Wir haben mit langen Bällen gespielt, waren bei den zweiten Bällen dann aber nicht da, waren nicht präsent genug, waren nicht mutig genug. So dürfen wir nicht noch einmal spielen. Wenn man es genau nimmt, hatten wir nicht eine richtige Torchance und das ist definitiv zu wenig.“

Mario Ermisch (Trainer SV Rödinghausen): „Letztes Jahr sind wir hier untergegangen, da lief es diesmal deutlich erfreulicher. Heute hat die Mannschaft auf tiefem Boden Moral gezeigt. Wir versuchen normalerweise, über den Ballbesitz zu kommen, heute wollten wir hinten massiv stehen. In der ersten Halbzeit haben wir wenig zugelassen und selbst wenig Torchancen gehabt. Das 0:0 zur Halbzeit war okay. In der zweiten Hälfte hätten wir durchaus in Führung gehen können. Wenn es für uns gefährlich wurde, dann aus Standards. Es war für uns wichtig, einen Punkt zu holen, noch wichtiger war es aber für die Moral mit Blick auf die kommenden Spiele. Man ist ja nicht unbedingt Favorit, wenn man gegen Viktoria spielt. Insofern sind wir zufrieden, hier einen Punkt erzielt zu haben und gezeigt zu haben, dass wir wettbewerbsfähig sind.“

Autor: Judith Zacharias

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