Es war ein rauschender Fußballabend, vielleicht schon der Lohn für die Arbeit der letzten anderthalb Jahre.

VfL Bochum

Ein Architekt namens Hochstätter

07. Februar 2016, 10:07 Uhr
Foto: firo

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Es war ein rauschender Fußballabend, vielleicht schon der Lohn für die Arbeit der letzten anderthalb Jahre.

Unstrittig ist, dass an der Castroper Straße nach Jahren der Stagnation wieder richtig „malocht“ wird. Und zwar nicht mit blindem Aktionismus, sondern mit wohl durchdachten Entscheidungen.

Der Aufschwung hat viele Väter: Der Aufsichtsrat, der mit der Ernennung von Christian Hochstätter den Grundstein legte. Die unzähligen Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle, die den harten, manchmal auch unbequemen Weg nachhaltig mitgetragen haben. Der Trainerstab, der in akribischer Kleinarbeit Tag für Tag eine Verbesserung anstrebte und ein Team, in dem Leitwölfe Mitläufer abgelöst haben.

Doch der Architekt des Bochumer Aufschwungs heißt Christian Hochstätter. Der Sportvorstand ist nicht nur für den sportlichen Aufschwung federführend, sondern auch für die Finanzen. Seine kompromisslose Art im Fall Goretzka und bei Gregoritsch bescherte dem VfL Millionen an Zusatzeinnahmen, die den Grundstein dafür legten, dass es bergauf geht. Die letzten Tage haben bewiesen, dass hinter den Aktivitäten des Klubs eine Idee steckt. Unaufgeregt wurden die Verträge von Patrick Fabian, Anthony Losilla, Timo Perthel und Stefano Celozzi langfristig verlängert. Nimmt man die ohnehin unter Vertrag stehenden Manuel Riemann, Felix Bastians und Tim Hoogland dazu, dann kann der VfL in Zukunft mit einer zum Teil erstligaerfahrenen Abwehr den Angriff aufs Oberhaus starten.

Was noch fehlt, ist die Unterschrift von Gertjan Verbeek, der natürlich Wünsche hat, seinen Kader weiter zu verstärken. Hochstätter wird ihm allerdings nicht alle Wünsche erfüllen können, denn nach wie vor ist das finanzielle Gerüst nicht stabil genug. Bochums Publikum jedenfalls, das hat der Freitag nachhaltig unterstrichen, ist bereits aktiv die Euphorie an der Castroper Straße mitzutragen. Nach einigen trostlosen Jahren herrscht Aufbruchstimmung. Die ersten Schritte sind getan und schaut man auf den Rasen, wie beim Spiel gegen Freiburg, bleibt eins im Kopf: Es lohnt sich wieder ins Stadion zu gehen.

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