Am Montagabend fand auf Zeche Zollverein der jüngste Talk der

SpoBiS 2016

"90+4"-Talk zum Kick-off auf Zollverein

26. Januar 2016, 12:30 Uhr
Foto: Tillmann

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Am Montagabend fand auf Zeche Zollverein der jüngste Talk der "90+4"-Reihe von FUNKE Sport statt.

Die Podiumsdiskussion war der "Kick-off" zum 20. SpoBiS, dem größten Sport-Business-Kongress Europas, der am 1. und 2. Februar in Düsseldorf steigt. Auf dem Podium diskutierten die Experten Pit Gottschalk (Chefredakteur FUNKE Sport), Sven Froberg (Geschäftsführer Sportinformationsdienst), Christian Pfennig (Direktor Unternehmens- und Markenkommunikation DFL), Philipp Klotz (Geschäftsführer SPONSORs) die Frage "Sportjournalismus im digitalen Zeitalter – Wie modern ist das Revier?".

Die Vereine im Ruhrgebiet sind sehr gut aufgestellt
Pit Gottschalk, Chefredakteur FUNKE Sport

Die konkrete Antwort von Gottschalk fiel klar aus: "Die Vereine im Ruhrgebiet sind sehr gut aufgestellt. Ich erinnere nur daran, dass Markus Hörwick, Mediendirektor von Bayern München, noch vor nicht allzu langer Zeit der Meinung war, dass sein Verein keinen Facebook-Account benötige. Da waren die Revierklubs schon ein bisschen weiter." Der neue Sportchef von FUNKE verwies außerdem auf das "Digitale Derby", das seine Redaktion ausgerufen hatte. Dieses konnten die Königsblauen hauchdünn für sich entscheiden.

Im Spannungsfeld zwischen Presse, Sponsoren und Vereinsinteressen gibt es aber auch bedenkliche Entwicklungen. "Es ist eine gewisse Abwehrhaltung bei Vereinen und Verbänden zu erkennen, die kritische Berichterstattung erschwert", erläuterte Gottschalk, Pfennig hielt hingegen fest, dass die DFL mit ihren eigenen Kanälen nicht im Wettbewerb mit den übrigen Redaktionen und Agenturen stünde, sondern einen ganz anderen Ansatz verfolge: "Das, was wir machen, ist Content Management."

In einem Punkt war sich die Runde nach 90+4 angeregten Minuten aber schließlich einig: Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn die Alleinherrschaft von "König Fußball" etwas durchbrochen werden könnte. In anderen Ländern stehen Sportarten wie Handball, Basketball oder Eishockey auch nicht ganz so deutlich im Schatten wie in Deutschland. Ob sich daran in absehbarer Zeit noch mal etwas ändert, darf beim SpoBiS weiterdiskutiert werden. Dort treffen sich die Top-Entscheider der Sportbusinessbranche in der nächsten Woche.

Mehr Informationen zum SpoBiS: [url]http://www.spobis.de/[/url]

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