In der Hinrunde lief es für den MSV Duisburg noch nicht rund. Die Zebras sind Tabellenletzter und traten häufig auf der Stelle. RS zieht Bilanz:

MSV Duisburg

Auf- und Absteiger, Stärken und Schwächen

26. Dezember 2015, 12:47 Uhr
Foto: firo

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In der Hinrunde lief es für den MSV Duisburg noch nicht rund. Die Zebras sind Tabellenletzter und traten häufig auf der Stelle. RS zieht Bilanz:

Aufsteiger:
[person=4121]Steffen Bohl[/person] hat einen neuen Platz im Team gefunden: Der 31-Jährige ist zur Mitte der Hinserie vom Mittelfeld in die Innenverteidigung gerückt – seitdem stehen die Zebras deutlich sicherer in der Abwehr. Zuletzt hat er sogar Thomas Meißner verdrängt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat Dennis Grote zurück in die Spur gefunden und treibt die Duisburger jetzt über die linke Außenbahn an. Freuen kann sich Matthias Kühne. Nachdem er zunächst aussortiert war, ist er unter Ilia Gruev wieder ins Team gerutscht.

Absteiger:
Von den Neuverpflichtungen von Giorgi Chanturia und Victor Obinna hatte sich der MSV mehr versprochen. Vor allem Chanturia hat so seine Probleme, sich in der zweiten Liga zurechtzufinden. Nachdem er langsam aber sicher seinen Platz gefunden hatte, fehlte Obinna den Zebras zuletzt verletzungsbedingt. Dustin Bomheuer hat seinen Platz in der Mannschaft nicht gefunden. Nach seinem Wechsel von Fortuna Düsseldorf war er in Duisburg noch überhaupt kein Faktor.

Prognose:
Dem MSV Duisburg steht eine richtig anstrengende Rückrunde bevor. Seit dem ersten Spieltag stecken die Zebras im Tabellenkeller fest. Nachdem sie sich in der Defensive inzwischen gefangen haben, muss Gruev die Winterpause nutzen, um auch die Offensive in Schwung zu bringen. Anders ist der Abstieg in die 3. Liga besiegelt. Ehe beim MSV vom Klassenerhalt gesprochen werden kann, gilt es erst einmal, den Rückstand auf den Relegationsplatz aufzuholen – das wird bereits eine Monster-Aufgabe.

Stärken:
Kampfgeist: Auch wenn der MSV auf dem letzten Platz steht, Wille und Einsatz waren den Zebras im Großteil der Spiele nicht abzusprechen. Vor allem seit Ilia Gruev Trainer ist, zeigen die Duisburger eine gewisse Präsenz.

Die Null steht: Defensiv haben sich die Zebras gefangen. Lagen sie in den ersten neun Spielen sieben Mal bereits zur Halbzeit zurück, so hielten sie danach entweder 45 Minuten lang den eigenen Kasten sauber oder gingen sogar selbst vor der Pause in Führung.

Die zweite Reihe steht: Ilia Gruev kann sich auf seine Ersatzspieler verlassen. Thomas Meißner etwa, der seinen Stammplatz nach Gelb-Rot-Sperre verloren hat, ist zu jeder Zeit bereit, wenn er eingesetzt wird. Oder Kevin Scheidhauer. Ob auf der Außenbahn oder im Sturmzentrum, er ist zur Stelle.

Schwächen:
Torgefahr: Vor dem gegnerischen Kasten ist der MSV viel zu ungefährlich. Entweder scheitert es daran, dass sich Duisburg erst überhaupt keine Chancen erarbeiten, oder daran, dass sie zu viele Möglichkeiten brauchen, um ein Tor zu schießen. Das Torverhältnis von -18 (schlechtestes der Liga) spricht für sich.

Langer Atem fehlt: In der zweiten Halbzeit fehlte den Zebras das Stehvermögen. Ob gegen Heidenheim, Greuther Fürth oder zuletzt gegen 1860 München und RB Leipzig – durch späte Gegentreffer gingen Duisburg einige Punkte verloren – neun Gegentore in der Schlussviertelstunde, eins sogar in der Nachspielzeit.

Auswärts zu harmlos: Erst einen einzigen Punkt haben die Zebras auf fremdem Platz geholt (1:1 in Düsseldorf). 5:19 lautet das Torverhältnis. Vor allem im Angriff muss der MSV stärker werden.

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