Namen wie Leroy Sané, Julian Brandt und Juan Bernat sind in der Bundesliga momentan in aller Munde.

Revier-Nachwuchs

Das Sport-Teilinternat Mönchengladbach

RS
21. Dezember 2015, 17:07 Uhr
Foto: RS

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Namen wie Leroy Sané, Julian Brandt und Juan Bernat sind in der Bundesliga momentan in aller Munde.

Das sind Newcomer, die den Sprung in den Profifußball erfolgreich gemeistert haben. Ihnen werden in den kommenden Jahren große Karrieren und Erfolge vorausgesagt.

Marvin Tenbült hofft, irgendwann auch in einem Atemzug mit den ganz Großen genannt zu werden. Der 17-jährige spielt im Team der U19 bei Borussia Mönchengladbach. Wie viele junge Fußballer hofft auch Marvin, eines Tages in den großen Stadien der Welt zu spielen. Er weiß ganz genau, was er will: „Mein Traum ist es, Fußballprofi zu werden“. Doch den jungen Spielern wird immer geraten auch einen Plan-B in der Tasche zu haben. Denn: Nur ein winzig kleiner Teil aller Jugendspieler schafft den Durchbruch in den Profifußball. An diesem Schnittpunkt tritt das Sport-Teilinternat in Mönchengladbach in Erscheinung.

Unweit des Borussia-Parks können Nachwuchssportler – egal ob Fußballer, Leichtathleten oder Judoka – im Teilinternat am Nachhilfeunterricht teilnehmen. Das Prinzip des Teilinternats ist simpel: Jeden Wochentag sind ab 15 Uhr mindestens zwei Lehrer anzutreffen, jeden Tag werden verschiedene Schulfächer durch diese Lehrer abgedeckt. Die Schüler können je nach Bedarf erscheinen und erhalten professionelle Hilfe bei Hausaufgaben, versäumten Unterrichtsinhalten oder Klausurvorbereitungen. Tim Berger, Lehrer für Deutsch und Sport am Gymnasium Rheindahlen in Gladbach, ist einer von sechs Lehrern am Teilinternat. „Nicht jeder, der in der U17 oder U19 bei Borussia Mönchengladbach spielt, wird auch bei den Profis noch dabei sein“, so Berger. „Unsere Aufgabe ist es, für den schulischen Teil zu sorgen, sodass die Schüler die Möglichkeit haben, eine adäquate berufliche Laufbahn einzuschlagen.“

Auch Marvins Trainer bei Borussia Mönchengladbach, Thomas Flath, weiß das Angebot des Teilinternats zu schätzen. Zu den Trainingseinheiten während der Schulzeit und am Abend kann Marvin mit einem freien Kopf sein Bestes zeigen. „Wir achten auch darauf, dass die Jungs ein zweites Standbein haben. Würde es schulisch nicht laufen, würden auch wir von der sportlichen Seite intervenieren.“

Zum Glück läuft es bei Marvin momentan nicht nur sportlich rund – sondern auch in der Schule!

Autor: RS

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