Umzingelt von Oberhausenern: Der SC 26 Bocholt hat sich heimlich, still und leise in die Spitzengruppe der Bezirksliga-Staffel 6 gespielt.

SC 26 Bocholt

Endlich mal positiver Druck

08. Dezember 2015, 09:07 Uhr
Foto: Markus Joosten

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Umzingelt von Oberhausenern: Der SC 26 Bocholt hat sich heimlich, still und leise in die Spitzengruppe der Bezirksliga-Staffel 6 gespielt.

Sechs Siege - davon aktuell fünf in Folge - und ein Remis in den letzten sieben Partien spülten den SC 26 auf Tabellenrang drei. Zudem verfügt das Team von Coach Sebastian Eul mit nur 14 Gegentoren in 16 Spielen über die beste Defensivabteilung der Liga. "Intensives Verteidigen und mannschaftliche Geschlossenheit sind unsere großen Stärken. Das ist bisher schon sehr beeindruckend", urteilt Eul. Und auch im Sonntagsheimspiel gegen den RSV Praest stand wieder die "Null", obwohl Torwart Simon Meyering aufgrund einer angeblichen Notbremse vorzeitig vom Platz gestellt wurde. "Das war natürlich keine Rote Karte und hat weh getan. Aber ich muss meiner Mannschaft ein Lob aussprechen, wie sie dies kompensiert und schlussendlich das Ding gewonnen hat", erklärt Eul.

Kein Wunder, dass bei diesen Zahlen der ein oder andere im Umfeld vielleicht schon mal das böse "A-Wort" in den Mund nimmt. Mehr als nur mit Platz eins oder zwei liebäugeln will der Trainer aber noch nicht: "Dass wir so gut dastehen, kommt überraschend. Wir sind motiviert, haben viel Selbstvertrauen, aber auch immer noch viel Potenzial und Luft nach oben", sagt der 30-Jährige. Spannend dürfte es sein zu sehen, wie die Rot-Schwarzen mit der eher ungewohnten Situation umgehen. "In den letzten Jahren gab es hier viel negativen Druck durch Abstiegskampf, nun haben wir positiven Druck. Und es ist sicher möglich, den Abstand nach ganz oben noch weiter zu verkürzen", weiß Eul. Kein Stolperstein werden sollte da sicherlich der Tabellenvorletzte Sterkrade 72, der als letzter Gegner im Pflichtspieljahr 2015 auf den SC 26 wartet. Zur ungewohnten Anstoßzeit am kommenden Samstag um 17 Uhr soll der nächste Schritt Richtung Spitze geschafft werden.

Angst, dass seine Mannschaft den Aufsteiger unterschätzen könnte, hat Eul dabei nicht: "Da mache ich mir keine Sorgen. Bisher haben wir uns jeden Sieg sehr hart erarbeitet. Wir werden auch dieses Spiel mit der notwendigen Ernsthaftigkeit angehen. Wobei wir natürlich auch berücksichtigen, dass es bei Sterkrade einen Trainerwechsel gegeben hat. Das könnte denen einen Schub geben. Aber ich erwarte einen Sieg."

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