Das Unmögliche möglich machen will Oberligist Germania Ratingen 04/19 im Niederrheinpokal bei Rot-Weiß Oberhausen (Samstag, 15 Uhr).

Ratingen

Keita-Ruel soll RWO im Pokal ärgern

Hendrik Niebuhr
19. November 2015, 17:57 Uhr
Foto: Tillmann

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Das Unmögliche möglich machen will Oberligist Germania Ratingen 04/19 im Niederrheinpokal bei Rot-Weiß Oberhausen (Samstag, 15 Uhr).

„Es ist ein ganz toller Erfolg für Ratingen, dass wir noch dabei sind“, freut sich Trainer Peter Radojewski noch immer über den Viertelfinal-Einzug, der Ratingen in den letzten Jahren immer verwehrt blieb. Mit drei 3:0-Siegen gegen den VfL Rheinhausen, den VfB Homberg und den 1. FC Mönchengladbach qualifizierte sich Ratingen für die Runde der letzten Acht.

Dass es gegen den derzeitigen Tabellendritten der Regionalliga jedoch ungleich schwerer wird, ist natürlich auch Radojewski klar. „Wir haben das schwierigste Los bekommen. Das ist auf der einen Seite zwar wunderschön, aber auf der anderen Seite wünschst du dir vielleicht auch einen Oberligisten, um eine bessere Chance auf das Weiterkommen zu haben“, befand sich der Ratinger Coach nach der Auslosung in einer Zwickmühle.

Denn schnell war auch klar, dass aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen nicht in Ratingen gespielt werden kann, sondern ins Niederrhein-Stadion nach Oberhausen ausgewichen werden muss. „Wir müssen es nehmen, wie es ist“, trauert Radojewski nicht lange dem fehlenden Heimvorteil hinterher, sondern meint: „Es ist ein tolles Erlebnis für meine Spieler, in so einem Stadion aufzulaufen.“

Aufgeben kommt für die Ratinger jedoch im Vorhinein natürlich nicht in Frage. „Wir haben schon eine Idee, wie wir sie überraschen können. Aber da kommt es natürlich auch auf die Tagesform an“, weiß Radojewski, dass seine Spieler am Samstag allesamt einen „Sahnetag“ erwischen müssen, um die Oberhausener Offensive um Simon Engelmann, David Jansen, Raphael Steinmetz und Patrick Bauder zu stoppen.

Einer, der wie Radojewski sagt „den Unterschied ausmachen kann“, ist Ratingens Angreifer Daniel Keita-Ruel. Der 26-Jährige hat nach zwischenzeitlicher Flaute seine Treffsicherheit wieder erlangt und mit einem Treffer gegen Schwarz-Weiß Essen am letzten Sonntag seinen Teil zum 2:1-Erfolg beigetragen. In der letzten Pokalrunde erzielte er gegen Mönchengladbach bereits alle drei Treffer. „Er kann Oberhausen ärgern. Aber er braucht auch die Spieler, die ihm dafür zuarbeiten“, nimmt Ratingens Coach sein ganzes Team in die Pflicht.

Autor: Hendrik Niebuhr

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