Der FC Schalke 04 musste vor dem Revierderby 900 Karten an Borussia Dortmund zurückgeben.

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Volles Kontingent für den BVB im Derby-Rückspiel

31. Oktober 2015, 19:17 Uhr
Foto: firo

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Der FC Schalke 04 musste vor dem Revierderby 900 Karten an Borussia Dortmund zurückgeben.

Wegen eines Boykotts durch die Ultras wird die Unterstützung beim brisanten Duell mit dem Erzrivalen nicht wie gewohnt sein. "Das ist schade, weil der Support wahrscheinlich fehlen wird", meinte Horst Heldt mit Blick auf das Spiel am Sonntag, 8. November im Signal-Iduna-Park.

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Eine "Retourkutsche" wird es von Schalker Seite aber nicht geben: "Wir haben uns schon oft positioniert. Natürlich bedauern wir, dass es diesen Boykott gibt. Aber er ist für uns und für mich persönlich nachvollziehbar. Es ist wichtig, dass wir da zusammenstehen", sagte Schalkes Manager und gab den Ultra-Fans ein Stück weit Rückendeckung. "Wir finden das Vorgehen, das uns vorgegeben wird, insgesamt auch nicht gerechtfertigt", erklärte Heldt weiter. Trotzdem bleibt es bei den fannahen Prinzipien: "Als das Thema aufkam haben wir entschieden, dass wir den Gästefans das volle Kartenkontingent zur Verfügung stellen werden - und das ist auch der heutige Stand. Daran werden wir nichts ändern, denn wir sehen da keine Notwendigkeit", bekräftigte der S04-Sportvorstand. Die Vorstellungen des Heimvereins auch umzusetzen, sei seiner Meinung nach bei Schalke "etwas leichter zu regulieren" als in Dortmund.

Was Heldt auf keinen Fall möchte ist, dass Einschränkungen und darauf folgende Boykott-Aktionen zur Regel werden. "Das sollte man nicht zulassen." Voraussetzung, auch bei brisanten Duellen, die normalen Karten-Regelungen zuzulassen, sei natürlich, dass es friedlich abgeht. "Und dazu müssen alle Beteiligten ihren Teil beitragen", sagte Heldt vielmeinend.

Eigentlich wähnte man sich in der Frage der Derby-Sicherheit ja auf einem guten Weg. "Wir haben im letzten Jahr auch verschärfte Bedingungen gehabt, weil das Verhalten in den Partien zuvor nicht immer in Ordnung war", erinnerte Heldt an die heiklen Vorjahre. Und doch gilt aus seiner Sicht: "Zu der Brisanz, die das Derby ausmacht, gehört auch der intensive Support beider Lager. Gerade deshalb finden wir alle die Derbys ja auch so toll."

So wünscht sich der Ex-Profi, der freilich im Rückspiel nicht mehr unbedingt zuständig sein muss, dass es dann nur um den Fußball geht und nicht um eingeschränkte Karten-Kontingente: "Es wäre auf Sicht nicht schön, wenn wir englische oder spanische Verhältnisse hätten, wo die Fans fast gar keine Möglichkeit mehr haben, ihre Mannschaft auswärts zu begleiten." Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

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