Vor rund zwei Wochen stand der SC Verl noch bei einer Saisonniederlage nach 14 Pflichtspielen. Das hat sich in den letzten Partien geändert.

SC Verl

Das gewisse Etwas fehlt noch

Krystian Wozniak
29. Oktober 2015, 11:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Vor rund zwei Wochen stand der SC Verl noch bei einer Saisonniederlage nach 14 Pflichtspielen. Das hat sich in den letzten Partien geändert.

Die Ostwestfalen, die nicht für wenige ein Geheimfavorit waren und immer noch sind, verloren zwei Spitzenspiele in Folge. Bei Borussia Mönchengladbach II und gegen Viktoria Köln musste das Team von Andreas Golombek jeweils eine 0:1-Niederlage schlucken. Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei: So geht es am Samstag (14 Uhr) zum nächsten Spitzenspiel. Diesmal zu den Sportfreunden Lotte. RevierSport sprach vor der Begegnung mit dem Verler Trainer.

Andreas Golombek, wie fällt Ihr Fazit nach einem Drittel der Saison aus?
Wir sind sehr zufrieden. Die Mannschaft hat 20 Punkte erspielt und ist voll im Soll. Wir haben einen kleinen Etat und können uns mit den Giganten der Liga wie Lotte, Viktoria Köln, Aachen, Oberhausen oder Essen gar nicht messen. Wir versuchen die finanziellen Unterschiede, die, glauben Sie mir, eklatant sind, mit harter Arbeit und mannschaftlicher Geschlossenheit zu kompensieren. Das gelingt uns bisher ganz ordentlich.

Neun Punkte sind es auf die Spitze. Woran lag es, dass Ihre Mannschaft zuletzt zwei Spitzenspiele verlor?
Wir schauen nicht wie groß der Abstand nach oben ist, sondern viel mehr wie es unten aussieht. Aktuell sind Wegberg-Beeck, Erndtebrück, Kray und Ahlen etwas abgeschlagen, aber der fünfte Abstiegsplatz ist hart umkämpft und da kann es jeden erwischen. Auch wir sollten uns nicht zu sicher fühlen. Warum es gegen Mönchengladbach II und die Viktoria nicht mit Punkten geklappt hat? Uns fehlt noch das gewisse Etwas, um mit den Großen der Liga nicht nur mitzuhalten, sondern sie auch zu besiegen. Das wäre dann der nächste Schritt, den wir in Verl angehen sollten.

Was meinen Sie genau mit dem "gewissen Etwas"?
Mehr Geld für Spielerverpflichtungen wäre natürlich nicht verkehrt. Aber die Kohle, die man nicht hat, kann man auch nicht ausgeben. Ich weiß, was ich beim Sportclub zur Verfügung habe und damit kann ich auch eine gute Mannschaft aufstellen. Diese benötigt dann in den genannten Spielen einfach mal das Quäntchen Glück. Denn ich kann den Jungs für ihre Leistungen gegen Mönchengladbach oder Viktoria gar keine Vorwürfe machen. Das waren schon richtig gute Leistungen. Am Ende sind es wirklich nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen.

Was ist für Verl in Lotte drin?
In dieser Liga kann an einem guten Tag jeder jeden schlagen. Das haben die bisherigen Ergebnisse bewiesen. Erndtebrück hat beispielsweise einen Punkt in Lotte geholt. Doch die Sportfreunde haben auf der anderen Seite noch kein Spiel daheim verloren. Es wird eine schwere, enge Begegnung. Wir werden natürlich versuchen das Maximum zu erreichen.

Autor: Krystian Wozniak

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