Der Aufschwung hält an: Beim TV Kalkum-Wittlaer feierte der ETB Schwarz-Weiß Essen am Mittwochabend einen deutlichen 4:1-Auswärtssieg.

Kalk.-Wittl. - SW Essen

Nach der Pause dreht Molinas Team auf

Hendrik Niebuhr
08. Oktober 2015, 13:21 Uhr
Foto: Frank Gröner

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Der Aufschwung hält an: Beim TV Kalkum-Wittlaer feierte der ETB Schwarz-Weiß Essen am Mittwochabend einen deutlichen 4:1-Auswärtssieg.

Nach torloser erster Halbzeit kam die Mannschaft von Toni Molina bärenstark aus der Kabine und entschied die Partie mit vier Treffern binnen der ersten Viertelstunde des zweiten Abschnitts. "Ich habe eigentlich gar nichts besonderes gesagt", wollte sich der Essener Trainer die Leistungsexplosion nicht auf die eigenen Fahnen schreiben. Denn der 42-Jährige war sich schon nach dem ersten Durchgang sicher: "Wenn wir so weiterspielen und das 1:0 machen, kriegen wir die nötigen Räume."

Diese Rechnung ging vollends auf. Bereits in der ersten Hälfte war Essen auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz die leicht bessere Mannschaft, hatte allerdings mit der starken Physis des Gegners zu kämpfen, der sich bei Konterchancen durchaus gefährlich zeigte. "Wir wollten dann das Spiel mehr in die Breite ziehen und den Gegner so überspielen", erläuterte Molina die Taktik, mit der Schwarz-Weiß letztlich zum Erfolg kam. Der schnelle Treffer von Cedric Vennemann (47.) war der ersehnte Brustlöser. Torjäger [person=1525]Chamdin Said[/person] (54.), Florian Machtemes (58.) sowie Andre Witt (59.) sorgten nur kurz darauf für klare Verhältnisse in Düsseldorf. Der Ehrentreffer von Matias Rodriguez (78.) war nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Nachdem Torjäger Said bereits am Sonntag gegen den VfR Krefeld-Fischeln drei Tore schoss, bestätigte er auch in Kalkum-Wittlaer seine ansteigende Form. Der Neuzugang, der im Sommer von Ligakonkurrent Germania Ratingen nach Essen wechselte, steht mittlerweile bei sieben Treffern in zehn Partien. "Er macht viel und arbeitet hart", ist der Libanese für seinen Trainer jedoch nicht nur aufgrund seiner Torjäger-Qualitäten wichtig. "Da wir inzwischen aber insgesamt besser nach vorne spielen, profitiert er auch im Abschluss", sieht Molina den Schlüssel im allgemein verbesserten Offensivspiel.

Mit fünf Siegen aus den vergangenen sieben Spielen haben sich die Essener aus der Abstiegszone verabschiedet und im sicheren Mittelfeld auf dem achten Tabellenplatz festgesetzt. In die rund zehntägige Ligapause können die Essener nun also beruhigt gehen, ehe es danach zur Reserve des MSV Duisburg geht. Trotz der ansteigenden Form will sich Molina jedoch nicht zu irgendwelchen Zielsetzungen hinreißen lassen: "Ich befreie mich davon, jedes Mal ein neues Ziel auszugeben. Es wird weder für den Aufstieg reichen noch um den Abstieg gehen. Wir wollen uns Stück für Stück entwickeln. Ich bin selbst gespannt, wo es dann hingeht."

Autor: Hendrik Niebuhr

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