Das erste Spiel in der Gruppenphase der Europa League hatten sich die Dortmunder wohl auch ein bisschen anders vorgestellt. Immerhin gab es einen 2:1-Sieg gegen Krasnodar.

BVB

Ein Hoch auf die Nachspielzeit

17. September 2015, 21:00 Uhr
Foto: firo

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Das erste Spiel in der Gruppenphase der Europa League hatten sich die Dortmunder wohl auch ein bisschen anders vorgestellt. Immerhin gab es einen 2:1-Sieg gegen Krasnodar.

Bester Dortmunder war Neuzugang Adnan Januzaj, der von Beginn an das Ruder des BVB-Spiels übernahm. Allerdings ließen sich die Schwarzgelben nach dem Gegentor, das wie aus dem Nichts fiel, ein wenig aus dem Konzept bringen. Immerhin konnte Ginter dies mit seinem Ausgleichstreffer vor der Pause noch bereinigen. In der zweiten Hälfte versuchte der BVB zwar noch die drei Punkte nach Dortmund zu holen, erst in den Schlusssekunden gelang's!

Roman Weidenfeller (3-): Beim Gegentor konnte er nicht viel machen, nachdem ihn seine Vorderleute aus der Innenverteidigung im Stich gelassen hatten. Etwas unglücklich sein Klärungsversuch gegen Smolov außerhalb des Strafraums (40.), den Sokratis noch bereinigt. Wurde ansonsten nicht viel gefordert. Trotzdem, er strahlt im Moment nicht das nötige Selbstvertrauen aus.
Matthias Ginter (3): Das 0:1 ging auf seine Kappe (12.). Ließ sich von Smolov im Strafraum vernaschen wie ein Anfänger, der kann unbedrängt zurücklegen und Mamaev muss nur noch zum 1:0 einschieben. Dafür gut quergelegt auf Castro, dessen Schuss aus dem Rückraum dann doch klar drüber ging (31.). War in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wieder zur Stelle und köpfte astrein zum 1:1-Ausgleich ein.

Sokratis (3): Super geklärt gegen Laborde, der den Ball in der eigenen Hälfte erobert hatte und in Richtung BVB-Tor marschierte. Ansonsten gewohnt sicher, rettete vor allem in der zweiten Hälfte immer wieder.

Mats Hummels (3): Gut gegen Smolov im eigenen Sechzehner abgegrätscht (32.), sonst wäre der Russe durchgewesen. Wenn die Innenverteidigung gefordert war, war sie zur Stelle, hatte erstaunlich viel zu tun und konzentrierte sich auf die Defensivarbeit.
Marcel Schmelzer (4+): Nicht so stark wie in den letzten Spielen, aber maßgeblich am 1:1 beteiligt, als er den Ball gut zu Park durchsteckte (45.+1). Über seine Seite passierte wenig, so dass er in der Defensive in den ersten 45 Minuten weniger gefordert wurde, schaltete sich dafür aber zu selten mit nach vorne ein. Ihm war anzumerken, dass er nicht mehr ganz so frisch ist und so blieb er folgerichtig in der zweiten Hälfte für Kagawa draußen.

Gonzalo Castro (4): Gute Balleroberung gegen Ahmedov (21.). Auch wenn ihm nicht alles gelang, zeigte er richtig guten Einsatz und ließ nicht locker. Hatte dann auch die erste Tormöglichkeit per Kopf nach einer guten Flanke von Mkhitaryan (24.), als er gut durchlief. Ebenso nach dem Zuspiel von Ginter nach einer halben Stunde. Immer wieder vielversprechende Ausflüge nach vorne (52.), die er aber unzureichend zuende spielte.

Ilkay Gündogan (3-): Ließ Geburtstagskind Mamaev laufen, der ohne Probleme zum 1:0 einschieben konnte. Dafür gutes Zuspiel auf Park (23.), der leider verpasste auf Schmelzer rechts zu passen. Hatte einen tollen Blick für den Spielaufbau, spielte dann aber auch wieder über fünf Meter dem Gegner in die Füße. Insgesamt zeigte er zu wenige geniale Momente.

Adnan Januzaj (2-): Mit guten Zuspielen auf Castro und Mkhitaryan. Von Beginn an zu sehen, dass er eine Bereicherung für das BVB-Spiel ist. War sehr präsent, rechts, links, in der Mitte und setzte seine Mitspieler in Szene. Guter Freistoß, den Ginter nur knapp verpasst (9.). Super durchgesteckt auf Mkhitaryan (34.), der sich den Ball leider ein bisschen zu weit vorlegte. Hatte das 2:1 auf dem Fuß (65.), doch Dykan konnte seinen Schuss aus der Drehung abwehren.

Henrikh Mkhitaryan (3+): Möglichkeit zum 2:1 (56.), doch den Ball zirkelte er zu genau aufs Tor, sodass er am langen Pfosten vorbeisegelte. War ansonsten vorne recht aktiv und meist anspielbar vor allem in der ersten Halbzeit. Wechselte mit Januzaj immer wider die Positionen im Mittelfeld, was viel Bewegung brachte.

Joo Ho Park (3+): War noch der unauffälligste im Mittelfeld. Bis zur Nachspielzeit, als seine Flanke auf Ginter zum 1:1 führte. Spielte nach der Pause für Schmelzer Rechtsverteidiger und war dort aber auch nicht viel sicherer - auch wenn er dort besser aufgehoben war. Muss sich noch ins Dortmunder Spiel finden. Was ihm bis zur Nachspielzeit der zweiten Hälfte gelang, als er nach Zuspiel von Ginter zum 2:1 einnetzte (90.+3).

Pierre-Emerick Aubameyang (3-): Hat gut mit nach hinten gearbeitet und durch eine astreine Grätsche gegen Petrov einen Konter verhindert (36.). Hatte es vorne nicht leicht, war von der Defensive von Krasnodar gut zugestellt. Guter Schuss nach Ecke von Januzaj am langen Pfosten, den Krasnodars Keeper aber noch zur Ecke ablenken konnte (39.). Wurde dann auch in der 70. Minute für Ramos ausgewechselt.

Shinji Kagawa (4): Gutes Zuspiel auf Januzaj, der das 2:1 hätte machen könnten (65.). Versuchte in der zweiten Hälfte noch einmal Schwung ins BVB-Spiel zu bringen, was sich jedoch schwer gestaltete, da die Russen sich in ihre Hälfte zurückzogen und das Spiel sehr eng machten. Hielt den Ball teilweise zu lange.

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