Lucien Favre lässt sich trotz des Fehlstarts und der personellen Probleme nicht aus der Ruhe bringen.

Gladbacher Fehlstart

Favres Sorgen vor dem HSV-Spiel

dpa
10. September 2015, 14:02 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Lucien Favre lässt sich trotz des Fehlstarts und der personellen Probleme nicht aus der Ruhe bringen.

Mit seiner ruhigen und freundlichen Art nimmt der Trainer von Borussia Mönchengladbach den Druck von seinem Team und vermittelt seinen derzeit nicht mit dem größten Selbstvertrauen ausgestatteten Spielern weiterhin Spaß und Freude am Job. "Wir denken nur an das nächste Spiel. Das ist enorm wichtig für uns", sagte der Borussen-Coach vor dem Duell seiner sieglosen Elf mit dem Hamburger SV am Freitag.

Trotz aller Zuversicht und Ruhe im Club kann der Borussia vom Niederrhein ein ähnlicher Absturz drohen wie der Borussia aus Dortmund in der vergangenen Saison. "Wir sollten zumindest nicht glauben, dass uns das nicht auch passieren kann", sagte Defensivspezialist Tony Jantschke der "Sport-Bild" (Mittwochausgabe). Denn vor dem Mammutprogramm mit sieben Spielen in 23 Tagen sind die Personalprobleme größer geworden.

Zwar steht Kapitän Stranzl nach fast halbjähriger Pause vor dem Comeback und ist so eine Art Hoffnungsträger. "Er ist ein enorm wichtiger Spieler und ein Typ, der der Mannschaft hilft. Wir dürfen nicht zu viel von ihm erwarten", betonte Favre. Doch die verletzten Patrick Herrmann, Fabian Johnson und Alvaro Dominguez stehen ebenso nicht zur Verfügung wie Mittelfeldstabilisator Granit Xhaka, der gegen Hamburg und am Dienstag in der Champions League beim FC Sevilla gesperrt fehlt.

Somit muss Favre in wohl allen Mannschaftsteilen umstellen. Vor allem die Besetzung der Doppel-Sechs dürfte problematisch werden. Jantschke ist ein Kandidat, auch Neuzugang Lars Stindl oder der junge Mo Dahoud. Im Angriff könnte Andre Hahn eine Chance erhalten. Sportdirektor Max Eberl hofft, dass sich die Personallage bald entspannt und die Wende eingeleitet werden kann. "Wir nehmen das alles sehr realistisch wahr. Wir hatten uns auch nicht vorgestellt, dass wir mit null Punkten starten."

Im 100. Pflichtspiel gegen Mönchengladbach wollen die Hamburger dem Tabellendritten der vergangenen Saison die Generalprobe für die Champions League verderben. "Gladbach gehört nicht dahin, wo sie momentan sind. Die wollen ihren ersten Heimsieg - wir unseren ersten Auswärtssieg", sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia.

Dabei sollen Neuzugang Aaron Hunt und Torhüter Jaroslav Drobny helfen. Der 35-Jährige kehrt nach sechs Monaten ins HSV-Tor zurück, weil Rene Adler mit einer Schulterprellung ausfällt. Vom langjährigen Bremer Hunt erhofft sich Labbadia mehr Impulse in der Offensive. "Er hat sehr viel Ruhe am Ball, ist sehr gut im Abschluss und kann Tore vorbereiten", befand der Coach.

Da Defensivorganisator Emir Spahic wegen einer Rot-Sperre ausfällt, ist auch die Rückkehr des zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses pausierenden Innenverteidigers Johan Djourou enorm wichtig. Der Kapitän erzielte immerhin das Siegtor zum bislang einzigen Saisonsieg gegen den VfB Stuttgart (3:2).

Autor: dpa

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren