Der Duselsieg nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal in Essen hat die Schwächen der Fortuna gnadenlos offen gelegt.

Fortuna Düsseldorf

Pokal-Held Unnerstall zurück auf die Bank

Thorsten Richter
13. August 2015, 08:37 Uhr
Foto: Tillmann

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Der Duselsieg nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal in Essen hat die Schwächen der Fortuna gnadenlos offen gelegt.

Die wacklige Abwehr um Unsicherheitsfaktor [person=2935]Christian Strohdiek[/person] muss sich gewaltig steigern, damit die Düsseldorfer am Freitagabend in Heidenheim nicht untergehen.

Zwar betonen die Landeshauptstädter unisono, dass „uns der Sieg bei RWE weiter zusammengeschweißt hat“, doch Frank Kramer weiß, dass eine solche Leistung in der Defensive in der zweiten Liga bestraft wird.

Ein Mann konnte hinten allerdings vollends überzeugen: Keeper [person=1736]Lars Unnerstall[/person]. Der ehemalige Schalker bereitet Kramer damit aber auch weitere Kopfschmerzen, denn dank seiner zahlreichen guten Paraden sowie eines parierten Elfers ist er nicht nur der Düsseldorfer Pokal-Held, sondern er hat auch den Kampf um die Nummer eins mit [person=1811]Michael Rensing[/person] wieder neu entfacht. Rensing hatte beim Liga-Auftakt in Berlin (1:1) sowie gegen den SC Paderborn (1:2) im Kasten gestanden. Kramer lobt: „Lars hat ein super Spiel absolviert. Michael hat es in Berlin und gegen Paderborn aber auch stark gemacht. Vom vornherein wollten wir, dass Lars Micha Feuer macht und genau das ist jetzt eingetreten.“

Deshalb hofft Unnerstall auch auf weitere Einsatzzeiten: „Wenn ich unserem Coach seine Entscheidung, wen er am Freitag ins Tor stellt, mit meiner guten Leistung erschwert habe, freue ich mich.“ Erschwert ja, umgestoßen aber nicht. Denn seine gute Leistung wird (noch) nicht belohnt. Kramer wird auch in Heidenheim an seiner Nummer eins, Rensing, festhalten. Allerdings ließ Kramer auch durchblicken, dass Unnerstall dafür im nächsten Pokalspiel (27./28. Oktober) wieder ran darf. Dafür hat der Keeper auch schon einen Wunsch parat: „Schön wäre es, wenn wir dann gegen einen meinen Ex-Klubs Schalke oder Köln spielen würden.“

Doch das ist Zukunftsmusik, aktuell muss Kramer erst noch die Löcher in der Abwehr stopfen.

Autor: Thorsten Richter

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