Landesligist TuS Essen-West 81 hat im Streit um seine aus dem Pokal-Wettbewerb ausgeschlossenen Jugendmannschaften drastische Konsequenzen gezogen.

Pokal-Posse in Essen

81 zieht erste Mannschaft zurück

Martin Herms
12. August 2015, 16:57 Uhr
Foto: Tim Müller

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Landesligist TuS Essen-West 81 hat im Streit um seine aus dem Pokal-Wettbewerb ausgeschlossenen Jugendmannschaften drastische Konsequenzen gezogen.

Die Westler werden ihre erste Senioren-Mannschaft mit sofortiger Wirkung aus dem laufenden Pokal-Wettbewerb zurückziehen. Erst am Sonntag hatte der Landesliga-Aufsteiger in der ersten Runde des Kreispokals den ESC Preußen mit 6:0 bezwungen. Damit wolle sich der Verein gegenüber seinen Nachwuchsteams solidarisieren. "In Absprache mit unserer ersten Mannschaft haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. Wir sind ein Verein und wenn unsere Jugendlichen im Pokal nicht mitmachen dürfen, wollen die Senioren auch nicht dabei sein", erklärte der erste Vorsitzende Frank Ritter.

Thorsten Flügel hat mich davor gewarnt, mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen
Frank Ritter

Aufgrund eines Formfehlers beim Online-Meldeverfahren wurden sämtliche Jugendmannschaften der Westler von den D- bis hin zu den A-Junioren vom Pokalwettbewerb für die Spielzeit 2015/2016 ausgeschlossen. Bei der Anmeldung wurde lediglich vergessen, den Haken für die Teilnahme zu setzen. Der Kreisjugendausschuss des Essener Nord-West-Kreises reagierte darauf mit dem Ausschluss sämtlicher Nachwuchsmannschaften. Auch die folgenden Proteste des Vereins wurden zurückgewiesen. Laut Ritter habe es einen schriftlichen Einspruch gegen die Kreis-Entscheidung gegeben, der den Kreis nicht erreicht habe. "Unser Anwalt hat den Brief mit einer weiteren Person eingeworfen. Nun behauptet der Kreis, der Einspruch wäre nicht eingegangen. Das ist in meinen Augen ein Unding", poltert Ritter.

Der Funktionär der Rot-Weißen hat sich nun bewusst für den Gang an die Öffentlichkeit entschieden. In erster Linie gehe es ihm darum, die restlichen Vereine des Kreises vorzuwarnen. Der Kreisvorsitzende Thorsten Flügel hätte ihm von diesem Schritt abgeraten. "Thorsten Flügel hat mich davor gewarnt, mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Was er damit bezwecken wollte, weiß ich nicht. Mir war es wichtig, dass auch andere Vereine erfahren, was im Kreis 13 abläuft. Es soll schließlich nicht weiteren Kindern und Jugendlichen passieren, dass sie im Pokal nicht mitspielen dürfen."

Der Kreisvorsitzende Thorsten Flügel war trotz mehrmaliger Versuche für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Autor: Martin Herms

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