Mit Alexander Fagasinski hat Trainer André Pawlak einen alten Bekannten zur SSVg Velbert gelotst.

SSVg Velbert

Ex-Schalker will den Neustart

Nils Jewko
20. Juli 2015, 13:49 Uhr
Foto: Kai Griepenkerl

Foto: Kai Griepenkerl

Mit Alexander Fagasinski hat Trainer André Pawlak einen alten Bekannten zur SSVg Velbert gelotst.

Für [person=9155]Fagasinski[/person] dürften die letzten zwei Jahre die schwersten in seiner noch jungen Karriere gewesen sein. Der 21-jährige flexible Außenbahnspieler genoss seine fußballerische Ausbildung in der "Knappenschmiede" und war in der Saison 2012/2013 unter der Leitung von Norbert Elgert noch absoluter Leistungsträger in der U19. Es folgte der Sprung in die Regionalliga - und für Fagasinski eine Zeit, in der er nur sehr selten auf dem Platz stand. Für Schalke II absolvierte der gebürtige Pole lediglich vier Spiele und während seiner Ausleihe zum VfL Bochum II brachte er es in einem halben Jahr auf neun Einsätze.

"Das war nicht einfach für mich. Die Umstellung von der Jugend auf den Männerfußball ist mir schwer gefallen und ich hatte meine Anlaufschwierigkeiten", berichtet Fagasinski. Das soll künftig aber der Vergangenheit angehören. Nachdem sein Vertrag bei Schalke zum Ende der vergangenen Saison ausgelaufen war, wechselte der Linksfuß, der stets "Faga" genannt wird, zur SSVg Velbert und trifft dort auf ein bekanntes Gesicht auf der Trainerbank.

André Pawlak - damals noch Jugendtrainer bei Schalke 04 - holte Fagasinski zur U14 der Königsblauen und lotste seinen ehemaligen Schützling jetzt erneut zu seinem Verein. "Ich kenne ihn seit der C-Jugend. In 'Faga' schlummert großes Potenzial, das aber erst langsam wieder geweckt werden muss. Schließlich hat er zwei Jahre kaum gespielt. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass er noch viele gute Spiele für uns machen wird", betont Pawlak.

Fagasinski: Pawlak erinnert mich an Elgert

Für Fagasinski besteht genau darin das Ziel - endlich wieder regelmäßig auf dem Platz zu stehen. "Ich will in der Regionalliga Fuß fassen und auf mehr Einsätze kommen als zuvor. Alle haben mich hier super aufgenommen und der Teamgeist steht bei André an erster Stelle. Das gefällt mir und erinnert mich an Norbert Elgert. Daher glaube ich, dass Velbert der richtige Schritt für mich ist", erklärt Fagasinski.

Ein wichtiges Argument für seinen Wechsel aus dem Ruhrpott in das Bergische Land sieht Fagasinski auch abseits des Platzes: "Ich kann in Velbert eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann machen. So habe ich etwas in der Hinterhand und das ist das A und O."

Aus sportlicher Sicht heißt die Realität in zwei Wochen jedoch Regionalliga-West. Zum Auftakt wartet auf den Aufsteiger ein Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln. "Für uns wird es darum gehen, alles zu geben, um die Klasse zu halten", sagt Fagasinski. Dazu will er gerne seinen Beitrag leisten - und zwar auf dem Rasen.

Autor: Nils Jewko

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