Kommentar

Watzke lernt es nicht!

14. Juli 2015, 13:16 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

"Aki" Watzke hat sich neue Feinde in der Liga gemacht. Der BVB-Boss scheint nicht lernfähig, wie seine Sprüche in Richtung Wolfsburg zeigen – ein Kommentar.

Klaus Allofs gilt im Zirkus Bundesliga als vernünftiger und äußerst umgänglicher Vereinschef. Ob lange Jahre in Bremen und inzwischen in Wolfsburg – wer mit dem Europameister von 1980 Ärger kriegen wollte, musste es schon richtig weit treiben.

So wie Hans-Joachim Watzke. Borussia Dortmunds Boss sind anscheinend die Brandsätze in Richtung München gerade ausgegangen, schließlich haben die bösen Bayern nach Mario Götze und Robert Lewandowski in diesem Jahr (noch) keinen weiteren Star wie Marco Reus oder Ilkay Gündogan vom BVB weggeholt.

Also hat "Aki" zur Abwechslung mal einen schönen Gruß nach Wolfsburg geschickt. Wenn der Werksklub einen Titel hole, würden Verantwortliche und Spieler ihre Ehrenrunden durch die Autostadt in einem Lamborghini drehen. Beim BVB hingegen fahren sie immer noch mit dem Laster um den Borsigplatz.

Man muss die Neureichen aus Wolfsburg, Hoffenheim oder Leipzig nicht mögen, nein, gerade wir im Revier halten Tradition für ein höchst schützenwertes Gut. Was aber Watzke dazu bemüßigt, mal wieder derbe an einen Konkurrenten auszuteilen, ist wohl nur mit Charakterschwäche zu erklären. Der Mann kann anscheinend genau so schlecht verlieren wie Jürgen Klopp, aber der ist in Dortmund ja inzwischen Geschichte.

Beim BVB täten sie gut daran, sich nach der lange Zeit beschämenden und erst am Ende mit Platz sieben sowie dem Erreichen des Pokalfinals zumindest halbwegs noch geretteten Saison mit öffentlichen Wertungen gegenüber der Konkurrenz zurück zu halten und erst einmal wieder sportliche Schlagzeilen zu produzieren.

Der neue Trainer Thomas Tuchel hat das sofort verinnerlicht, von ihm sind Aussagen ähnlicher "Qualität" wie bei Watzke jedenfalls bisher nicht zu hören.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren